Oktoberfest-Beginn
Drei Schläge sind selbstverständlich

Beim Bierfass-Anstich macht auf dem Oktoberfest Münchens Oberbürgermeister Christian Ude so schnell niemand etwas vor. Auch an diesem Samstag rammte er den Zapfhahn routiniert in das erste Bierfass – selbstverständlich mit nicht mehr als drei Schlägen.

HB MÜNCHEN. Mit dem traditionellen Bierfass-Anstich ist am Samstag das 174. Münchner Oktoberfest eröffnet worden. Mit drei Schlägen rammte Oberbürgermeister Christian Ude den Zapfhahn in das erste Bierfass. Mit dem legendären Ruf „O'zapft is“ gab der Sozialdemokrat den offiziellen Startschuss für das größte Volksfest der Welt. Die erste Maß Bier überreichte er dem scheidenden bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber.

Im vergangenen Jahr hatten die „Wiesn“ 6,5 Millionen Besucher die Festzelte der Landeshauptstadt gelockt. Diese tranken fast sieben Millionen Maß Bier - so viel wie niemals zuvor. Der Liter kostet dieses Jahr zwischen 7,30 und 7,90 Euro - rund fünf Prozent mehr als 2006.

Die Eröffnung des Münchner Oktoberfestes ist das Privileg des Münchner Oberbürgermeisters. In seiner „Dienstkleidung“, dem grünen oder ledernen „Schaber“ als Schurz der Schankkellner, zapft er am ersten Wiesntag um Punkt 12 Uhr das erste Fass an und startet mit dem Ruf „Ozapft is“, das größte Volksfest der Welt. Alljährlich wird mit Spannung erwartet, wie viele Schläge der Stadtchef braucht - die Frage ist durchaus wichtig für sein Image.

Doch das war nicht immer so. Erst 1950 - beim zweiten Oktoberfest nach dem Zweiten Weltkrieg - griff mit dem damaligen Oberbürgermeister Thomas Wimmer zum ersten Mal im Schottenhamel-Zelt ein Stadtoberhaupt zum Schlegel, um das erste Fass anzuzapfen.

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