Oktoberfest
Trachtenboom zur Wiesn: Dirndl und Lederhose sind Pflicht

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Ein Hauch von Luxus ist in

Was anfangs eher ein Experiment in einem Schwabinger Hinterhof war – für eine Möbelausstellung fertigte Darouiche als Dekoration eine Handvoll Dirndl – wurde über die Jahre eine Erfolgsgeschichte der Schwestern. Das Dirndl à l’Africaine kam bei Urbayern vom Tegernsee genauso gut an wie bei jungen Kunden in der Stadt. Bis zu 1300 Euro kosten die maßgeschneiderten Dirndl.

Anfragen, die Produktion zu kommerzialisieren und in größeren Stückzahlen zu arbeiten, lehnten die Schwestern ab. Schließlich geht es um mehr, als Geld verdienen. „Es ist eine Seele, die wir mitgeben“, sagt Wetterich. Inzwischen gibt es auch eine günstigere Kollektion, die in Benin gefertigt wird.

Nun wollen die beiden Schwestern dort in Afrika eine Schneiderwerkstatt aufbauen, um etwas zurückzugeben und den Menschen dort Perspektiven zu geben. Das Grundstück für das ehrgeizige Projekt ist bereits gekauft.

Für Wettterich ist es ein Zusammenwachsen der Kulturen. Ihr Mann ist ein gestandener Bayer, sie selbst hat ihre afrikanischen Wurzeln nie vergessen. Inzwischen liegt Noh Nee voll im Trend. Tief ausgeschnittene Dirndl hat es dort nie gegeben, inzwischen hat der Trend auch das Oktoberfest erreicht. „Wir waren von Anfang an hochgeschlossen“, sagt Wetterich, „bei uns sind der Stoff und die Farben sexy.“

Der zweite Trend in diesem Jahr ist ein Hauch von Luxus. Gucci meets Tracht. Eine gewisse „Richness“ sei wieder angesagt, berichtet Ragaller von Almliebe. Die schwarze Spitzenbluse sei nach Jahren demonstrativer Bescheidenheit ebenso gefragt wie Dirndl mit Samt oder reichhaltiger Verzierung.

Auch bei Trachten Angermaier sieht man den Trend. Geschäftsführer Münz spricht von einem „Hang zum Glamourösen, etwa ganz aktuell mit atemberaubendem, transpaerenten Spitzenrücken“. Auch Angermaier setzt auf junge, innovative Designer und arbeitet mit der Österreicherin Marina Hoermanseder zusammen. Lady Gaga und Rihanna trugen bereits ihre Entwürfe.

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