Oktoberfest Trachtenboom zur Wiesn: Dirndl und Lederhose sind Pflicht

In Zeiten der Globalisierung ist die Sehnsucht nach Heimat groß. Auch für junge Menschen ist Tracht nicht mehr spießig. Moderne Designer sorgen für Belebung. Im Trend: hochgeschlossene Dirndl und ein Hauch von Luxus.
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Reichlich Prominenz zum Wiesn-Auftakt
Alles geht seinen gewohnten Gang
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Das erste Wochenende des diesjährigen Oktoberfests ist geschafft. „Entspannt, schön, normal“, schätzt die Wiesn-Leitung den Beginn der 184. Ausgabe ein. Festwirte, Marktkaufleute und Schausteller sind mit den Umsätzen zufrieden.

Stürmer-Ikone
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Traditionell tummeln sich auch einige prominente Gesichter in den zahlreichen Zelten. So wurden beispielsweise der ehemalige Fußball-Nationalspieler Miroslav Klose und seine Frau Sylwia im Käferzelt gesichtet.

Ex-Kapitän
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Auch Ex-Fußball-Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack war zu Gast im Käferzelt. An seiner Seite ist seine Freundin Natacha Tannous.

Tradition so weit das Auge reicht
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Rund 600.000 Menschen sollen am ersten Wochenende das Oktoberfest besucht haben. Stolze 100.000 Personen mehr als im Vorjahr. Bei Touristen beliebt ist zunehmend die „Oide Wiesn“ im Südteil des Geländes. Sie besticht durch eine traditionelle Ausrichtung und historischen Fahrgeschäften.

Ein Fest für Promis
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Die Schlagersängerin Kristina Bach und ihr Freund Christian Marek feierten bereits am Samstag im Käferzelt.

Funkel-Geschwister
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Auch die österreichischen Swarovski-Schwestern Victoria und Paulina waren vor Ort.

„Ruhiger Auftakt“
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Mehr Leute bedeuten leider auch mehr Zwischenfälle. Trotzdem sind Polizei und Rettungsdienste mit den ersten Tagen zufrieden. Größere Straftaten bliebe aus. So machten die Beamten der Wiesnwache vor allem Taschendiebe und Maßkrugschläger dingfest.

München/WienAls die erfolgreiche Internet-Trachtenhändlerin Sonja Ragaller vor einigen Jahren ihren ersten stationären Almliebe-Laden in München eröffnete, wollte sie am ersten Wiesnsamstag eigentlich um 12 Uhr zusperren und mit den Kollegen zum Anzapfen auf das Oktoberfest gehen.

Der große Ansturm, so die Erwartung, müsste dann doch vorbei sein. Doch von wegen. Auch nach dem Wiesn-Anstich wollten viele Kunden sich noch in letzter Minute mit Lederhosn und Dirnl eindecken. Das Almliebe-Team musste Sonderschichten einlegen. Denn: „Der Run auf die Tracht ist ungebrochen“, sagt Ragaller.

Noch vor wenigen Jahrzehnten war auf der Wiesn kaum Tracht zu sehen. Doch wenn Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter am Samstag das erste Fass auf dem 184. Oktoberfest anzapft, ist Tracht wieder Pflicht. Janker und Dirndl sind gesellschaftsfähig geworden.

So sündhaft teuer werden die Wiesn
Teurer Spaß
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Promi-Treffpunkt, Reiseziel, Geldmaschine: Das Oktoberfest generiert jedes Jahr einen Milliarden-Umsatz. Trotz leicht rückläufiger Besucherzahlen steigen die Preise für Speisen und Getränke weiter an. Auch bei den Flügen und Hotels müssen Besucher immer tiefer in die Taschen greifen.

Italienische Preistreiber
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Laut dem Hotelportal „Check24“ müssen Besucher am zweiten Wiesn-Wochenende mit den höchsten Hotelpreisen rechnen. Dann strömen traditionell zehntausende Italiener das größte Volksfest der Welt. Im Schnitt liegen die Preise für Hotelübernachtungen an diesem Wochenende bei 359 Euro pro Nacht.

Mehr Platz für Vierbeiner
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Am erschwinglichsten Wochentag kostet eine Hotelübernachtung durchschnittlich immerhin „nur“ noch 232 Euro, das sind 35 Prozent weniger, als am teuren Italiener-Wochenende. Unter der Woche ist es auf dem Oktoberfest auch nicht ganz so voll – das freut auch die vierbeinige Begleitung.

Privatjet oder Ferienflieger?
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Der internationale Jetset wählt natürlich den Privatjet, um zur Wiesn nach München zu reisen. Für diejenigen, denen dieser Luxus nicht vergönnt ist, bleibt der Ferienflieger. Bereits jetzt liegen die Ticketpreise über dem Niveau des Vorjahresmonats. Das Portal Check24 rät, möglichst früh zu buchen, um einem weiteren Preisanstieg vorzubeugen.

Teure Maß
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Traditionell steigen auch die Bierpreise in diesem Jahr wieder an. Die teuerste Maß wird voraussichtlich 10,95 Euro kosten, die „günstigste“ Maß ist für 10,60 Euro zu haben.

Keine Bierpreisbremse
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Keine (Bier-)deckelung in Sicht: nachdem der Münchner Stadtrat eine Bierpreisbremse, also eine Begrenzung der Bierpreise auf maximal 10,70 Euro pro Maß, abgelehnt hat, dürfen die Preise für das Gebräu fröhlich weiter steigen. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD, r.) und die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU, l.) genießen ihre Maß trotzdem.

Auch Softdrinks werden teurer
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Wie das Bier, so der Softdrink: Für einen Liter „Cola-Mix“ muss der Besucher in diesem Jahr 9,64 Euro bezahlen – 37 Cent mehr als im Vorjahr. Ein Liter Mineralwasser kostet sogar stolze 11,60 Euro und ist somit teurer als die teuerste Maß Bier.

Dominierten anfangs auf dem Oktoberfest oft grelle Billigtracht vom Discounter und ultrakurze Dirndl mit tiefem Ausschnitt, hat sich inzwischen eine junge Designer-Schar etabliert, die auf moderne, hochwertige Trachten setzt.

Und wer es etwas luxuriöser oder mondäner mag, kann sich für vierstellige Beträge ein maßgeschneidertes Dirndl von Lola Paltinger oder Susanne Bisovsky kaufen, die für das österreichische Label Sportalm designt. Der Trend in diesem Jahr – egal ob bei den jungen Wilden oder den Etablierten: Das hochgeschlossene Dirndl und ein wenig Luxus-Schick.

Für den steht die österreichische Designerin Susanne Bisowsky. Bis zur Decke hängen in ihrem Atelier mit Rosen, Osterglocken und Tulpen verzierte Metalldosen an der Wand. Bisovsky betrachtet die Gebrauchsgegenstände aus früheren Jahrzehnten in der Küche ihres Wiener Modesalons gern und oft.

„Eine Tracht zu tragen ist die Sehnsucht nach dem Anderen“
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