Oktoberfest von früh bis spät
Und dann spielt die Blaskapelle „Atemlos“

Mehr als sechs Millionen Menschen zieht es jährlich zum größten Volksfest der Welt. Wer von früh bis spät übers Oktoberfest in München schlendert, merkt schnell: Eine Pause gibt es hier so gut wie nicht.
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MünchenEin Werktag auf der Wiesn um 5.30 Uhr: Der nasse Asphalt glänzt im Scheinwerferlicht der Lieferwagen. Eine Kehrmaschine dreht ihre letzten Runden zwischen Festzelten und Fahrgeschäften des Münchner Oktoberfests, um die Spuren des Vorabends zu tilgen. Ihr gelbes Blinklicht erhellt die Dunkelheit. Gabelstapler laden Bierfässer von Lkw-Anhängern. Geschäftiges Treiben am frühen Morgen.

7.30 Uhr: Kimo schnüffelt an einem Feuerlöscher, der auf der Empore im Hofbräu-Zelt herumsteht. Zweimal führt der Hundeführer den belgischen Schäferhund an dem Gegenstand vorbei. „Ist sauber“, sagt er. Jeden Morgen zieht die Polizei mit Hunden durch die Zelte, um nach Sprengstoff zu suchen.

Währenddessen wird in der Küche des Zeltes schon gewerkelt, Kellner beginnen mit dem Decken der Tische. „Eigentlich müssten wir hier nach unserer Suche alles absperren, bis die Besucher kommen“, sagt der Einsatzleiter. „Solange hier jeder rein und raus kann, gibt es keine absolute Sicherheit.“

9.00 Uhr: Die ersten Imbissbuden und Souvenirgeschäfte ziehen ihre Rollläden hoch. Der Geruch von gebratenem Hendl weht über die Theresienwiese. Der Betreiber eines Brotzeit-Standes klagt über den Regen am ersten Wochenende.

„Was da an Kunden gefehlt hat, holen wir nicht mehr rein“, sagt er. Seit 25 Jahren verkaufe er auf dem Oktoberfest. „Früher hab ich damit mal Geld verdient, inzwischen ist es nur noch Tradition.“ Unterdessen stehen die Besucher vor dem Hacker-Zelt schon bis auf die Straße.

10.30 Uhr: Vormittags ist Kinder-Zeit. Überall laufen die Kleinen herum, mal mit orangefarbenen Mützen, mal mit gelben Warnwesten. „Sitzen bleiben“, mahnt die Erzieherin beim Karussellfahren. Das fröhliche Geschnatter der Kinder ist weithin zu hören. „Achterbahn, Achterbahn“, rufen sie im Chor. Noch schieben sich keine Menschenmassen über die Theresienwiese, nur selten läuft Musik. Perfekt für den Ausflug mit der Kindergarten-Gruppe.

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