One World Trade Center

Höhenrausch mit Schwindelgefühl in New York

Wer die Aussicht auf der neuen Aussichtsplattform des World Trade Centers genießen will, muss ein flaues Gefühl in der Magengegend in Kauf nehmen. Die Stadtentstehung vor Augen erreicht man den 102. Stock.
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Über den Dächern von New York

New YorkSchon die Fahrt nach oben ist ein Erlebnis. Mit 36 Kilometer pro Stunde rast der Aufzug in den 102. Stock. Drei der vier Aufzugwände sind mit hochaufgelösten Bildschirmen hinterlegt. Sie zeigen im Zeitraffer, wie aus dem Sumpfland des 16. Jahrhunderts Amerika größte Metropole geworden ist: Hafen, Brooklyn Bridge, Bankentürme und das neue World Trade Center bauen sich vor einem auf, kurz sind auch die Zwillingstürme des alten World Trade Centers zu erkennen. Und schwupps – 47 Sekunden später öffnen sich die Türen des Aufzugs wieder, den der Essener Thyssen-Krupp-Konzern gebaut hat.

Auf einer Höhe von 382 Metern ist es die höchste Aussichstplattfom der Stadt. Der Turm ist der höchste der westlichen Welt. Wer höher hinaus will, muss nach Asien fahren. Am 29. Mai öffnet die Plattform auf den obersten drei Stockwerken des One World Trade Center für Besucher. Für 32 Dollar bietet der Betreiber Legends eine neue Aussicht auf New York.

„See Forever“ heißt das Motto – schließlich sieht man von hier oben so viel Panorama wie nirgendwo sonst. Geradezu winzig sieht die Brooklyn Bridge aus, das Empire State Building verschwimmt fast in der Gruppe an Wolkenkratzern, die in Manhattans belebtem Büroviertel Midtown in die Höhe ragen. Die Freiheitsstatue wirkt wie ein kleiner Strich auf einer Insel.

Das High-Tech-Hochhaus
Achtjährige Bauzeit
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Von 2006 bis 2014 wurde das „One World Trade Center“, abgekürzt 1WTC, auf dem Grundstück der ehemaligen Zwillingstürme in New York gebaut. Es ist das höchste Gebäude in den USA und das vierthöchste der Welt.

One World Observatory
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Im 100. Stockwerk des Gebäudes befindet sich die öffentlich zugängliche Aussichtsplattform „One World Observatory“. Von hier bietet sich ein Blick über New York, den man sonst nur aus dem alten World Trade Center kennt.

Sky Portal
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Ein Highlight der Aussichtsplattform ist das sogenannte „Sky Portal“ – eine im Durchmesser rund vier Meter große Scheibe, die einen Blick auf die Straße unter dem Observatorium offenbart.

HD-Videos in Echtzeit
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Der Clou des „Sky Portals“: Statt einer einfachen Glasscheibe betrachtet der Besucher die Straße durch die Augen mehrerer hochauflösender Kameras. Die Bilder werden digital in Echtzeit auf das Sky Portal projiziert.

Mehrere Bildschirminstallationen
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Eine der zahlreichen Bildschirminstallationen findet sich schon im Eingangsbereich der Plattform. Auf mehreren Monitoren lassen sich die Sehenswürdigkeiten erst digital ansehen – bevor man sie durchs Fenster bestaunen kann.

Atemberaubender Ausblick
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Aus dem 100. Stock des neuen WTC-Gebäudes lässt sich die gesamte Stadt überblicken – ein Ausblick, den man sonst nur aus den 2001 eingestürzten Zwillingstürmen kennt.

Hochgeschwindigkeitsaufzug
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Der „Sky Pod Elevator“, ein Hochgeschwindigkeitsaufzug, sieht nur so aus, als wäre er aus Glas. Die vermeintlichen Fenster sind tatsächlich Monitore, die eine Videomontage zeigen: die Entwicklung der Stadt New York im Zeitraffer.

Um die Details besser herauszuarbeiten, behilft sich Legends mit Technologie. „City Pulse“ heißt der Kreis an Flachbildschirmen, der auf Handbewegungen reagiert und Besucher mitten auf der Aussichtsplattform über die Sehenswürdigkeiten der Stadt informieren soll. Wer sich ein iPad mietet, erfährt Details über die wichtigsten Gebäude der Stadt. Monitore im Boden lassen die Besucher sehen, was gerade am unten auf den Straßen los ist. Zwei Kameras senden dazu rund um die Uhr Bilder in Echtzeit.

„Dies wird der Startpunkt für viele Leute werden. Vor allem für die, die ihre Reise durch Manhattan in Downtown beginnen“, sagt Legends-Chef David Kirschner. Im besten Fall will er fünf Millionen Menschen pro Jahr auf die Plattform bringen, zu der auch eine Cafeteria, ein Burger-Bistro und ein gehobenes Restaurant gehören.

Auch 14 Jahre nach den Anschlägen wird noch gebaut
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