One World Trade Center
Höhenrausch mit Schwindelgefühl in New York

Wer die Aussicht auf der neuen Aussichtsplattform des World Trade Centers genießen will, muss ein flaues Gefühl in der Magengegend in Kauf nehmen. Die Stadtentstehung vor Augen erreicht man den 102. Stock.
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New YorkSchon die Fahrt nach oben ist ein Erlebnis. Mit 36 Kilometer pro Stunde rast der Aufzug in den 102. Stock. Drei der vier Aufzugwände sind mit hochaufgelösten Bildschirmen hinterlegt. Sie zeigen im Zeitraffer, wie aus dem Sumpfland des 16. Jahrhunderts Amerika größte Metropole geworden ist: Hafen, Brooklyn Bridge, Bankentürme und das neue World Trade Center bauen sich vor einem auf, kurz sind auch die Zwillingstürme des alten World Trade Centers zu erkennen. Und schwupps – 47 Sekunden später öffnen sich die Türen des Aufzugs wieder, den der Essener Thyssen-Krupp-Konzern gebaut hat.

Auf einer Höhe von 382 Metern ist es die höchste Aussichstplattfom der Stadt. Der Turm ist der höchste der westlichen Welt. Wer höher hinaus will, muss nach Asien fahren. Am 29. Mai öffnet die Plattform auf den obersten drei Stockwerken des One World Trade Center für Besucher. Für 32 Dollar bietet der Betreiber Legends eine neue Aussicht auf New York.

„See Forever“ heißt das Motto – schließlich sieht man von hier oben so viel Panorama wie nirgendwo sonst. Geradezu winzig sieht die Brooklyn Bridge aus, das Empire State Building verschwimmt fast in der Gruppe an Wolkenkratzern, die in Manhattans belebtem Büroviertel Midtown in die Höhe ragen. Die Freiheitsstatue wirkt wie ein kleiner Strich auf einer Insel.

Um die Details besser herauszuarbeiten, behilft sich Legends mit Technologie. „City Pulse“ heißt der Kreis an Flachbildschirmen, der auf Handbewegungen reagiert und Besucher mitten auf der Aussichtsplattform über die Sehenswürdigkeiten der Stadt informieren soll. Wer sich ein iPad mietet, erfährt Details über die wichtigsten Gebäude der Stadt. Monitore im Boden lassen die Besucher sehen, was gerade am unten auf den Straßen los ist. Zwei Kameras senden dazu rund um die Uhr Bilder in Echtzeit.

„Dies wird der Startpunkt für viele Leute werden. Vor allem für die, die ihre Reise durch Manhattan in Downtown beginnen“, sagt Legends-Chef David Kirschner. Im besten Fall will er fünf Millionen Menschen pro Jahr auf die Plattform bringen, zu der auch eine Cafeteria, ein Burger-Bistro und ein gehobenes Restaurant gehören.

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Auch 14 Jahre nach den Anschlägen wird noch gebaut

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