Online-Sammelaktion
Angehörige sammeln Spenden für Tipps zu Flug MH370

Die Angehörigen der Insassen von Malaysia-Airlines-Flug MH370 wollen umgerechnet 3,7 Millionen Euro für Insider-Hinweise zum Verbleib des verschollenen Flugzeugs ausloben. Das Geld soll online gesammelt werden.
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Kuala LumpurAngehörige von Passagieren des verschollenen Fluges MH370 wollen mit einer Online-Sammelaktion Geld für die Belohnung von Tippgebern zusammenbekommen. Fünf Familien gaben das Vorhaben am Sonntag drei Monate nach dem Verschwinden der Maschine der Malaysia Airlines bekannt.

Die Angehörigen hoffen, mit der Aktion „Reward MH370“ fünf Millionen Dollar (rund 3,7 Millionen Euro) zusammenzubekommen. Mit dem Geld sollen mögliche Tippgeber motiviert werden, das Rätsel um Flug MH370 und den Verbleib der Passagiere doch noch zu lösen. Die Spendenaktion solle über das Portal www.indiegogo.com laufen, hieß es.

Das Flugzeug mit 239 Menschen an Bord hatte am 8. März von Kuala Lumpur nach Peking fliegen sollen. Bisher ist trotz intensiver und kostspieliger Suche unklar, was mit der Maschine passierte.

Mehrere Opferfamilien planen laut eigener Mitteilung vom Sonntag eine entsprechende Spendenkampagne auf der Website Indiegogo, „um Informanten zu ermutigen, ihr Wissen zu teilen“. „Wir sind überzeugt, dass irgendwo irgendjemand etwas weiß“, erklärte Kampagnenleiter Ethan Hunt, der als Chef eines IT-Unternehmens tätig ist. Das offizielle Spendenziel der Aktion „Reward MH370“ wurde auf fünf Millionen Dollar beziffert.

„Regierungen und Behörden haben ihr Bestes gegeben, aber dabei versagt, auch nur den Hauch eines Beweises vorzulegen“, kritisierte Sarah Bajc, die Lebensgefährtin eines Flugzeugpassagiers aus den USA. Der ausgebliebene Durchbruch bei den Ermittlungen sei „entweder auf einen verfehlten Ansatz oder bewusste Irreführung durch eine oder mehrere Personen“ zurückzuführen.

Die Boeing 777 der Fluggesellschaft Malaysia Airlines mit der Flugnummer MH370 war am 8. März von den Radarschirmen verschwunden, seitdem fehlt von dem Flugzeug jede Spur. Eine umfassende Suche zu Wasser und aus der Luft brachte keinen Erfolg. An Bord der Maschine waren 239 Menschen, zwei Drittel der Passagiere stammten aus China.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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