Operation dauert länger als erwartet
Entscheidende Phase bei Operation Siamesischer Zwillinge

Die spektakuläre Operation zur Trennung erwachsener Siamesischer Zwillinge in Singapur tritt in die entscheidende Phase. Noch am Montag wollten die Mediziner mit dem riskanten Versuch beginnen, eine Hauptvene zu trennen, durch die die Gehirne der Schwestern miteinander verbunden sind. Zuvor wurde in den Köpfen ein Bypass gelegt.

HB/dpa SINGAPUR. Nach Angaben eines Kliniksprechers vom Raffles-Krankenhaus sind die Ärzte „vorsichtig optimistisch“ über den Ausgang der weltweit ersten Trennung eines Siamesischen Zwillingspaares im Erwachsenenalter. Die beiden 29 Jahre alten Frauen aus dem Iran seien in stabilem Zustand. Sie waren vor der Operation am Kopf zusammen gewachsen.

Die Öffnung der Schädel von Ladan und Laleh Bijani hatte mit sechs Stunden doppelt so lange gedauert wie ursprünglich geplant. Die Klinik gab als Grund an, dass die Knochen unerwartet dick gewesen seien.

An dem Eingriff sind 28 Spezialisten aus aller Welt und rund 100 medizinische Helfer beteiligt. Die Trennung, die am Sonntagmittag (Ortszeit) begonnen hatte, soll mindestens 48 Stunden dauern. Der Leiter der Operation, der Neurochirurg Keith Goh aus Singapur, hatte darauf hingewiesen, dass eine oder beide der Schwestern den Eingriff nicht überleben oder auch bleibende Schäden davontragen könnte. Das Medizinerteam, zu dem Spezialisten aus den USA, Japan, der Schweiz und Frankreich gehören, arbeitet rund um die Uhr im Schichtbetrieb. Es verzichtet für die Operation auf Honorar.

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