Operation mit 28 Ärzten und 100 Assistenten
Beide Siamesischen Zwillinge sind gestorben

Die beiden Siamesischen Zwillingsschwestern haben ihre operative Trennung durch Ärzte in Singapur nicht überlebt. Das teilte die Raffles-Klinik am Dienstag mit.

HB/dpa/rtr SINGAPUR. Wenige Stunden nach Ladan sei auch ihre Schwester Laleh gestorben. Die Zwillinge hatten bei der Trennung ihrer Gehirne viel Blut verloren. Zwei Teams von Ärzten hatten noch versucht, die 29-jährigen Frauen aus dem Iran zu stabilisieren.

Es war der erste Versuch, an den Köpfen zusammengewachsene Siamesische Zwillinge im Erwachsenenalter chirurgisch zu trennen. Die Ärzte in Singapur hatten schon früh darauf hingewiesen, das eine oder beide der Schwestern den gefährlichen Eingriff nicht überleben oder auch bleibende Schäden davontragen könnten.

In der letzten Phase der Trennung habe es einen hohen Blutverlust der beiden am Kopf zusammengewachsenen 29 Jahre alten Frauen aus dem Iran gegeben. Die Trennung der Gehirne von Ladan und Laleh hatte sich Krankenhausangaben zufolge langwieriger erwiesen als erwartet. Die Neurochirurgen hätten sehr behutsam vorgehen müssen, da die Gehirne der beiden Frauen sehr dicht gelegen hätten.

An der Operation war ein Team aus 28 Ärzten und rund 100 Assistenten beteiligt. Deutsche Ärzte hatten es 1996 abgelehnt, die beiden Schwestern zu operieren, weil das Risiko zu hoch sei. Experten zufolge hat es bislang keine Operation dieser Art gegeben.

Ladan Bidschani wollte in ihrem Heimatort Schiras Anwältin werden. Laleh sagte hingegen vor der Operation, sie wolle als Journalistin tätig sein. Irans Präsident Mohammad Chatami wird nach Angaben seines Botschafters in Indonesien die Kosten für die rund 300 000 Dollar teure Operation übernehmen. Die Eltern der Zwillinge verfolgten die Operation aus der Ferne. Sie hatten wegen ihres hohen Alters die Reisestrapazen nach Singapur nicht auf sich nehmen können.

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