Opferzahl gestiegen
Schwere Zerstörungen nach Unwetter in Japan

Nach den andauernden Regenfällen in Japan ist die Zahl der Opfer auf mindestens 28 gestiegen. Fünf Menschen werden noch vermisst. Während viele Regionen unter Wasser stehen, warnen die Behörden vor neuen Erdrutschen.
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TokioNach tagelangen heftigen Regenfällen in Japan haben die Behörden des Landes am Montag vor weiteren Erdrutschen gewarnt. Die Zahl der Toten durch die schweren Unwetter stieg mittlerweile auf mindestens 28, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete. Fünf Menschen seien noch als vermisst gemeldet. In den betroffenen Regionen auf der südlichen Insel Kyushu sowie in Teilen der angrenzenden Hauptinsel Honshu standen zudem weite Flächen noch immer unter Wasser.

In der Nähe der Millionenstadt Kyoto wurden am Sonntag mitunter mehr als 90 Millimeter Niederschlag pro Stunde gemessen. Ähnlich sah es auch in anderen Städten aus. Der Regen sei "wie ein Wasserfall" gewesen, sagte die Anwohnerin Yoko Yoshika in der Präfektur Yamaguchi. "Es war furchtbar". In der Stadt Yame waren 74 Menschen zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten. "Unsere Region wird jedes Jahr von schwerem Regen getroffen, aber so etwas habe ich noch nie erlebt", sagte die städtische Angestellte Kumi Takesue.

Für etwa 250.000 Menschen, die am Samstag aufgefordert worden waren, ihre Häuser zu verlassen, gab es am Sonntag jedoch Entwarnung. Die meisten konnten in ihre Städte und Dörfer zurückkehren. Allein in der auf Kyushu gelegenen Präfektur Fukuoka wurden nach Angaben der örtlichen Behörden mehr als 4.300 Häuser, 800 Straßen und 20 Brücken zerstört. Zudem seien 518 Erdrutsche registriert worden. Für den (heutigen) Montag sagten Meteorologen weiteren Regen voraus.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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