Organisierter Diebstahl
Solarmodul-Klau verursacht Millionenschäden

Fast täglich brechen organisierte Diebesbanden in Solarparks deutschlandweit ein, berichten Ermittler aus mehreren Bundesländern. Die Schäden durch gestohlene Solarmodule und Wechselrichter gehen in die Millionen.
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Potsdam/SchwerinSolarmodule und Wechselrichter sind mittlerweile beliebte Beute für Kriminelle. Ermittler aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen klagen über teilweise hohe Schadenssummen. So richteten vermutlich gut organisierte Diebesbanden im äußersten Nordosten Deutschlands 2016 Millionenschäden an. „Von Januar bis November haben wir 33 Fälle mit einem Gesamtschaden von rund 1,3 Millionen Euro registriert“, sagte der Sprecher des Landeskriminalamts (LKA) Mecklenburg-Vorpommern. Brandenburger Kollegen taxieren das Schadenspotenzial pro Übergriff und Solarpark auf mindestens 50.000 Euro. Die sächsische Polizei spricht für 2015 von einem Schaden von 344.000 Euro.

Eine bundesweite Aufstellung werde in der polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) aber nicht geführt, betonte eine Sprecherin des Bundeskriminalamts (BKA). Zudem sei festzuhalten, dass die Polizeibehörden unterschiedliche Ermittlungsansätze verfolgten. In der Mehrzahl der Fälle übernähmen die Aufklärungsarbeit die lokal zuständigen Kommissariate, erklärte sie.

Wegen der Vielzahl von Übergriffen entschied sich Brandenburg im August 2015 für einen anderen Weg. Hier wird gebündelt mit der Ermittlungsgruppe „Helios“ gegen dieses Kriminalitätsphänomen vorgegangen, erklärte Frank Adelsberger, LKA-Dezernatsleiter für Organisierte Kriminalität. Federführend bearbeiten fünf Beamte sämtliche größeren Attacken.

Im vergangenen Jahr zählte die Brandenburger Polizei mehr als 60 Beutezüge im Land. „Die Täter gingen nicht zimperlich vor. Sie spähen die Ziele vorher ganz genau aus. Es wird geschaut, wann und wie Wachleute ihre Runde drehen, wann die Attacke problemlos gefahren werden kann“, erklärte Adelsberger. Dabei sei es ihnen fast egal, wie die Solarparks gesichert seien.

Bevorzugt pickten sich die Täter meist Parks in abgelegenen und dünn besiedelten Gebiete außerhalb von Ortschaften heraus. Das Risiko, hier entdeckt zu werden, sei gering, sagte Adelsberger. Es stecke schon eine immense Logistik hinter diesen Beutezügen, hob sein Mecklenburger Kollege Schuldt hervor. Dies deute auf organisierte Strukturen hin. Die Täter gingen streng arbeitsteilig vor, agierten oft im Schutz der Dunkelheit, ergänzte Kathlen Zink vom LKA Sachsen.

Dies decke sich auch mit Brandenburger Erfahrungen. Erst Ende November wurde auf der A12 (Berlin-Frankfurt (Oder)) ein „dicker Fisch“ an Land gezogen. Nahe der polnischen Grenze wurde eine fünfköpfige Diebesbande mit 81 Solarmodulen gestellt. Die Anlagenteile wurden gerade aus einem Solarpark in Nordbrandenburg gestohlen. Im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, dass die fünf Polen für mindestens 15 weitere Beutezüge in Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen verantwortlich sein sollen.

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„Klau auf Vorrat“

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  • @Peter Spiegel
    Inzwischen habe ich schon zwei Doppelgänger hier in den Kommentarbereichen. Bin mal gespannt, wieviele das noch werden...viel Feind - viel Ehr ;)
    Und noch eines, wer mich hier schon länger kennt, der weis, wie ich etwas Schreibe und Formuliere...also, der weis, wie der "Richtige" Mark Hoffmann gestrickt ist.
    Ich werde nie aufhören zu kommentieren. der Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr ist meine persönliche Verpflichtung, was auch sonst.
    Schade ist nur, dass man am Wochenende nicht kommentieren darf
    Danke!

  • Als Antwort auf Herr Riesener Jr.:
    Wenn Sie und ich die gleiche Denke wie viele Grüne hätten, dann müssten wir jetzt sagen: Super, diese Diebstähle und Zerstörungen an den Solarparks, denn dies erhöht die Versicherungsprämien und macht damit den Solarunsinn entsprechend unrentabler.

    Genau so war immer die Denke der Grünen, die mit allen Mitteln die Kerntechnik verhindern mussten und dies mit abstrussen "Endlager" Bedingungen, Demontage von Schienen beim Transport der Castoren, riesigen Schlachten mit der Polizei etc. dann ja auch fast geschafft haben.

    Solar macht nur in Ländern, in denen Angebots- und Bedarfsmaximum zusammen fallen Sinn, in Ländern wie Deutschland dient es nur der Bereicherung der "Investoren".

  • Ohne Frage: Diebstahl ist ein Verbrechen und muss bestraft werden.

    Verrückt ist nur, dass hier relativ kleine Diebesbanden Leute bestehlen, die uns Stromverbrauchern über die EEG-Umlage ungefragt das Geld im großen Stil aus der Tasche ziehen. Je mehr Solar-Diebe, desto weniger müssen wir blechen.....verrückt.

    Aber nochmal: Diebstahl ist ein Verbrechen und muss bestraft werden. Skurril ist es trotzdem....

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