Orkanböen, Regen, Gewitter Sturm „Burglind“ fegt über Deutschland hinweg

Mit Tief „Burglind“ kommen orkanartige Böen nach Deutschland. Bäume werden entwurzelt, der Verkehr auf Straße, Schiene und Wasser behindert. In anderen europäischen Ländern bringt „Eleanor“ Ärger.
Update: 03.01.2018 - 18:40 Uhr Kommentieren

„Burglinds“ Zerstörungswut: Deutschland räumt auf

„Burglinds“ Zerstörungswut: Deutschland räumt auf

Düsseldorf/OffenbachDas erste Sturmtief des neuen Jahres ist mit großer Wucht über weite Teile Deutschlands gefegt. „Burglind“ brachte am Mittwoch orkanartige Böen von mehr als 120 Kilometern pro Stunde und peitschenden Regen. Es kam zu Behinderungen im Verkehr auf Straßen, Zugstrecken und Fährlinien an den Küsten, Bäume stürzten um.

Die Flüsse in Nordrhein-Westfalen steigen teils gefährlich. Köln und andere Städte wappnen sich für ein drohendes Hochwasser. Von Verletzten durch „Burglind“ war zunächst nichts bekannt. In anderen europäischen Ländern hieß das Tief „Eleanor“ und behinderte ebenfalls das öffentliche Leben. In Frankreich kam ein Mensch ums Leben.

In den kommenden Tagen wird es laut Wetterdienst vor allem im Südwesten regnen. „Daher gibt es in den dortigen Staulagen Unwetterwarnungen wegen Dauerregens“, sagte Christoph Hartmann von der Wettervorhersagezentrale am Mittwoch in Offenbach. Regen- und Schmelzwasser können sich dann lokal zu Hochwasser summieren. Im Norden bleibt es zunächst bei Schauern. Zum Wochenende hin bleibt es unbeständig und meist sehr mild.

Vor allem im Westen und Südwesten Deutschland waren Straßen blockiert und der Regional- und Fernverkehr der Bahn gestört. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz. Mehrere Zoos und Tierparks blieben geschlossen – wegen der Gefahr von herunterfallenden Baumteilen.

Auf Deutschlands höchstem Berggipfel, der Zugspitze, fuhr die Zahnradbahn nicht. Das Skigebiet Garmisch-Classic blieb geschlossen. Wegen herumfliegender Bandenteile und Werbebanner musste die vierte Etappe der Tour de Ski der Langläufer in Oberstdorf vorzeitig beendet werden. Nach dem Prolog der Damen reagierte die Jury und brach den Wettbewerb ab.

Auf der 1.163 Meter hohen Hornisgrinde des Nordschwarzwaldes wurde zwischen 8.00 und 9.00 Uhr eine Windgeschwindigkeit von 159 Stundenkilometern gemessen. Damit könne man dort von einem „extremen Orkan“ sprechen, hieß es beim DWD.

In Cuxhaven wurde die einzige Insel-Fährverbindung nach Helgoland vorsorglich eingestellt. Einige Urlauber seien bereits am Dienstag abgereist, andere würden zurück fliegen oder länger bleiben, sagte eine Sprecherin auf der Hochseeinsel.

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