Ostermärsche
Tausende demonstrieren gegen Militarisierung

Mehrere tausend Menschen haben sich auch am Sonntag an den Ostermärschen der Friedensbewegung beteiligt. Die Bewegung halte fest an ihrer Vision von einer Welt ohne Atomwaffen und einem entmilitarisierten Europa, hieß es.
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Berlin"Dies zeigt die stabile Organisationsstruktur der Friedensbewegung, die im ganzen Land in der Lage ist, für Frieden und Abrüstung gegen die Militarisierung nach Innen und Außen Aktionen zu organisieren", erklärte der Sprecher des Ostermarschbüros, Willi van Ooyen. Am Ostersonntag wurde der Ruhr-Ostermarsch von Essen nach Bochum fortgesetzt. Weitere Aktionen gab es unter anderem in Köln, Frankfurt/Oder, Mainz und Wiesbaden.

"Die Friedensbewegung hält fest an ihrer Vision von einer Welt ohne Atomwaffen, von einem entmilitarisierten Europa der Völkerverständigung und einem Deutschland, von dessen Boden kein Krieg, sondern Frieden ausgeht", erklärte am Sonntag das zentrale Ostermarschbüro in Frankfurt/Main. Für Ostermontag sind deutschlandweit zahlreiche weitere Aktionen geplant.

Angesichts der aktuellen Ereignisse spielte erneut der Ukraine-Konflikt auf den Ostermärschen eine wichtige Rolle. Kundgebungsredner warnten nach Angaben der Veranstalter an mehreren Orten "vor einer Wiederkehr nationalistischer und chauvinistischer Tendenzen auf allen Seiten". Auch eine weitere Osterweiterung der Nato wurde abgelehnt.

Zentrale Themen der Ostermärsche sind zudem auch in diesem Jahr Forderungen nach einem Abzug der Bundeswehr aus Auslandseinsätzen sowie nach Abrüstung. Besonders wurde erneut die Ächtung und Abschaffung von Atomwaffen und anderen Massenvernichtungswaffen gefordert. Ein Nein gab es auch zu Landminen und Kampfdrohnen. Die Ostermärsche hatten am Karfreitag begonnen.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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