Ostersegen
Papst Benedikt spricht arabischer Welt Mut zu

Friedensappelle, breiter Zuspruch für den Arabischen Frühling und der Segen „Urbi et Orbi“: Papst Benedikt hat in Rom den traditionellen Ostersegen erteilt. Kirchenkollegen stimmten konfessionsübergreifend zu.
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Rom/BerlinPapst Benedikt XVI. hat in seiner Osterbotschaft eindringlich zu Frieden, Stabilität und Religionsfreiheit in der Welt aufgerufen. Nach der Ostermesse wandte sich Benedikt am Sonntag vor Zehntausenden von Gläubigen und Touristen auf dem Petersplatz vor allem den brennenden Problemen in Syrien und in Afrika zu. „Die Hoffnung muss in dieser Welt unweigerlich mit der Härte des Bösen rechnen“, warnte das Kirchenoberhaupt der Katholiken.

Bei eher kühlem Frühlingswetter folgte die Menge auf dem mit Blumen festlich geschmückten Petersplatz diesem Höhepunkt der Osterfeierlichkeiten. Sie enden traditionell mit dem Segen „Urbi et Orbi“ des Papstes.

„Besonders in Syrien sollte das Blutvergießen enden und unverzüglich der Weg der Achtung, des Dialogs und der Versöhnung eingeschlagen werden“, forderte der knapp 85-jährige Benedikt. Die vielen syrischen Flüchtlinge bräuchten humanitäre Hilfe, Aufnahme und Solidarität, um ihre schmerzlichen Leiden zu mindern.

Der Papst ermunterte das irakische Volk, sich mit allen Kräften um Entwicklung und Stabilität zu bemühen. „Im Heiligen Land mögen Israelis und Palästinenser mutig den Friedensprozess wieder aufnehmen“, sagte er. Benedikt sprach den Christen Mut und Hoffnung zu, die wegen ihres Glaubens „unter Diskriminierung und Verfolgung zu leiden haben“.

Versöhnung wünschte Benedikt den leidenden Bevölkerungen am Horn von Afrika. „Dem Staat Mali, der einen politisch heiklen Moment erlebt, schenke der glorreiche Christus Frieden und Stabilität“, sagte der Pontifex. „Nigeria war in letzter Zeit Schauplatz blutiger terroristischer Überfälle“, klagte Benedikt. Am Sonntag gab es einen erneuten Anschlag auf eine Kirche dort, möglicherweise begangen von islamistischen Terroristen.

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Kommentare zu " Ostersegen: Papst Benedikt spricht arabischer Welt Mut zu"

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  • @MichaelS
    Weil dieser Institution des finstersten Mittelalters immer wieder eine Plattform für ihre unseeligen Selbstdarstellungen und ihr Wischiwaschi gegeben wird. That's it!

  • Stark, was da Papst und Bischöfe gesagt haben.

    Ich bin soweit aufgeklärt. Zu mindestens 99,9999 % bin ich davon überzeugt, dass es keinen Schöpfergott gibt.
    Ein Universum mit einer Ausbreitung von 15 Milliarden Lichtjahren, die Menschen benötigten 2 Millionen Jahren, um sich vom Affen zum homo sapiens zu entwickeln.
    Lachhaft, das es einen persönlichen Gott gibt, der alles von mir weiß.
    Es ist die Angst der Menschen, z.B. vor dem Tod, die durch die Phantasie eines Gottes real und im Einzelfall tatsächlich gemildert werden kann.

    Natürlich hat - insbesondere "die katholische Kirche" im Laufe der Jahrhunderte unverzeihlichen Mist gebaut und tut das auch noch heute - eben so wie andere Diktatoren auch oder Mister Blankfein von Goldman Sachs.
    Das "die Kirche" erwartet, dass die Bibel wörtlich genommen wird, ist natürlich der letzte Müll.
    Ein Maximilian Schell, der im Fernsehen die Aussagen der Bibel verständlich macht, ist der bessere moderne Bischof.

    Dennoch - eines ist auch eine unumstößliche Wahrheit:
    Die Nächstenliebe, die von Jesus propragiert worden sein soll, der Inhalt der Bergpredigt, wenn denn der Sinn verständlich gemacht werden kann, ist als Ideal der Menschheit und als Leitfaden fürs Leben ohne wenn und aber geeignet und sehr, sehr wertvoll.

    Jungfrauengeburt, Auferstehung (im wörtlichen historischen Sinn) ist natürlich alles Müll und was für Unterbegabte.

    Dieses sei mein Wort zum zweiten Ostertag...

  • Weil Religion - und gerade die christlich-römische - die Ursache so vielen Übels war und ist und mehr Unheil über die Welt gebracht hat, als dass irgendein Pope die Menschheit 'ermahnen' dürfte.

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