Päpstliches Wappen
Symbole verweisen auf Bayern

Dass Papst Benedikt XVI. den Bezug zu seinen Wurzeln nicht verloren hat, zeigt sein Wappen. Verschiedene Symbole verweisen auf seine bayerische Heimat.

HB MÜNCHEN. Diese Symbole sind erkennbar: den „Freisinger Mohr“, der Korbiniansbär aus dem Stadtwappen Freisings und eine Muschel, die an das alte Schottenkloster Sankt Jacob in Regensburg erinnert. Alle drei Elemente führte Benedikt schon in seinem Wappen als Erzbischof von München und Freising und als Glaubenspräfekt im Vatikan.

Das dreigeteilte Schild zeigt links oben den „Freisinger Mohr“, den Kopf eines gekrönten Äthiopiers, der seit 1316 als Wappen des alten Fürstbistums Freising bezeugt ist und als Symbol für Stärke und Kraft steht.

Rechts oben ist der Bär des Diözesanpatrons und Bayern-Missionars Korbinian zu sehen. Auf einer Reise nach Rom soll ein Bär Korbinians Maultier gerissen haben, worauf der Heilige sein Gepäck kurzerhand dem Bären aufgesattelt habe. Als Lastträger Gottes symbolisiert der Korbiniansbär die Bürde des Amtes sowie die Zähmung der heidnischen Wildheit durch das Christentum.

Die Muschel im unteren Teil des Papstwappens steht zum einen für die christliche Pilgerschaft. Zum anderen verweist sie auf eine Legende um den Kirchenlehrer Augustinus: Dieser habe am Strand einen Jungen getroffen, der mit einer Muschel Meerwasser in eine Grube schöpfen wollte. Dieser Versuch erschien dem Kirchenlehrer so wie das Nachdenken über die Dreifaltigkeit Gottes. Über Augustinus hatte der Theologe Joseph Ratzinger 1953 promoviert.

Die traditionelle Tiara, die Papstkrone, im Wappen ersetzte Benedikt durch eine einfache Mitra, wie sie alle Bischöfe tragen. Erstmals ist unter dem Schild das Pallium abgebildet, ein Band aus weißer Wolle. Es symbolisiert das Schaf, das der Hirte auf seinen Schultern trägt.

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