Panikkäufe vor möglichen Streiks
Briten stürzen sich auf Tankstellen

Wegen möglicher Streiks von Tankwagenfahrern kam es an britischen Tankstellen zu Panikkäufen. Die Polizei reagierte mit vorübergehenden Schließungen. Die Regierung forderte indes erneut zu Vorratskäufen auf.
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LondonNach Warnungen der britischen Regierung vor möglichen Benzin-Engpässen hat die Polizei am Donnerstag mehrere Tankstellen wegen Panikkäufen geschlossen. „Die Polizei greift ein, indem sie Tankstellen anweist, vorübergehend zu schließen, um den Verkehr aufrechtzuerhalten“, teilte die Polizei im südwestenglischen Dorset mit. Beamte meldeten aus verschiedenen Regionen lange Schlangen vor den Tankstellen. Die Feuerwehr wurde zu Einsätzen wegen verschütteten Benzins gerufen, nachdem Autofahrer ihre Tanks überfüllt hatten. Am Mittwoch wurde ein um 81 Prozent erhöhter Benzinverkauf registriert.

Der britische Premierminister David Cameron hatte Autofahrern am Mittwoch geraten, sich wegen möglicherweise bevorstehender Streiks der Tankwagenfahrer einen Benzinvorrat anzulegen. Der Minister für Kabinettsangelegenheiten, Francis Maude, sorgte mit dem Vorschlag für Kritik bei der Feuerwehr, sich mit vollen Benzinkanistern zu rüsten und diese in der Garage zu lagern. Der Chef der oppositionellen Labourpartei, Ed Miliband, forderte Cameron am Donnerstag auf, sich für ihre teilweise widersprüchlichen Ratschläge zu entschuldigen.

Die Regierung forderte die Bevölkerung am Donnerstag erneut auf, sich ausreichend mit Benzin zu versorgen. Energieminister Ed Davey wies Panikmache zurück und rief die Autofahrer in der BBC auf, ihre Fahrzeuge vollzutanken und den Tank nicht lediglich zur Hälfte zu füllen. Die Streiks stehen derweil offenbar nicht unmittelbar bevor. Nach Angaben der Verhandlungspartner soll es diesbezüglich vor Montag keine Gespräche geben.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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