Papst Franziskus und das heilige Jahr
Hoffnung auf nachhaltige Barmherzigkeit

Am Sonntag hat der Papst die Heilige Pforte im Petersdom geschlossen – damit endet das Jubiläumsjahr der Barmherzigkeit. Die Bilanz in Rom ist durchwachsen: Ein Erfolg für die Kirche, ein Flop für die Hoteliers.
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RomEines wollte Papst Franziskus auf keinen Fall: Dass die Botschaft der Barmherzigkeit an diesem Sonntag endet. Heute schloss er bei einem festlichen Hochamt die Heilige Pforte im Petersdom und das außerordentliche Heilige Jahr der Barmherzigkeit war vorbei.

„Dieses Jahr der Barmherzigkeit hat uns eingeladen, die Mitte wiederzuentdecken, zum Wesentlichen zurückzukehren“, sagte das katholische Kirchenoberhaupt in seiner Predigt vor zehntausenden Gläubigen auf dem Petersplatz. An der Messe nahmen auch die Kardinäle teil, die der Pontifex tags zuvor berufen hatte. Die Polizei erklärte, die Feierlichkeiten fänden unter größten Sicherheitsvorkehrungen statt.

Schon am vergangenen Wochenende waren alle anderen Heiligen Pforten in Rom und weltweit geschlossen worden. Franziskus, der im Dezember 80 wird, wollte ein dezentrales Jubiläumsjahr. „Dies ist keine Zeit für Zerstreuungen, sondern im Gegenteil eine, um wachsam zu bleiben und in uns die Fähigkeit wiedererwecken, auf das Wesentliche zu schauen“, sagte er in einer seiner vielen Audienzen. „Wir müssen Zeichen und Instrument der Barmherzigkeit Gottes sein.“ Höhepunkt des außerordentlichen Heiligen Jahrs, das die katholische Kirche sonst nur alle 25 Jahre ausruft, war die Heiligsprechung von Mutter Teresa im September.

Für die Kirche ist das Jubiläum ein Erfolg mit nachhaltigem Effekt. Hoteliers und Taxifahrer in Rom sprechen dagegen von einem Flop. Es habe keinen Jubiläumsaffekt gegeben, sagt Giuseppe Rosciolo, Präsident des Hotelverbands Federalberghi, dazu noch der Rückgang der Touristenzahlen nach dem Anschlag von Paris kurz nach Beginn des Heiligen Jahrs. 2016 habe es nicht mehr Übernachtungen gegeben als 2015. Taxifahrer maulen, die Pilger seien arm und Tagesgäste, die mit dem Bus kommen.

Den Cheforganisator des Heiligen Jahres, Kurienerzbischof Rino Fisichella, Präsident des Päpstlichen Rates für die Neuevangelisierung, regen Schlagzeilen über einen Flop auf. „Den Papst und mich interessieren Zahlen nicht“, sagt er. Er habe selbst jeden Tag die langen Schlangen gesehen vor dem Petersdom, ob in der Sonne oder im Regen. Und dann nennt er doch eine Zahl: 20 Millionen 414.437 Pilger waren es Anfang November. Gezählt wurde mit einem Klick-System der Lufthansa, sagt er. In Rom heißt es, der Papst wolle mit den Pilgern Rückenwind für sein Reformprogramm bekommen, das er seit seiner Wahl unter das Motto der Barmherzigkeit gestellt hat.

Regina Krieger
Regina Krieger
Handelsblatt / Korrespondentin

Kommentare zu " Papst Franziskus und das heilige Jahr: Hoffnung auf nachhaltige Barmherzigkeit"

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  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr......

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
    Danke

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