Paraguay
Papst beendet Südamerika-Reise vor Millionen

Eine gute Woche lang tourte Franziskus durch seinen Heimatkontinent. Er mahnt noch einmal zum Einsatz für die Benachteiligten - und muss wegen einer Sicherheitspanne das Programm ändern.
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AsunciónPapst Franziskus hat zum Abschluss seiner achttägigen Südamerikareise mit etwa einer Million Gläubigen eine Messe gefeiert. Zu dem Gottesdienst nahe der Hauptstadt Paraguays Hauptstadt Asunción nahmen auch die argentinische Präsidentin Cristina Fernández und ihr paraguayischer Kollege Horacio Cartes. Zuvor hatte der Papst ein Armenviertel besucht.

„Wie viel Schmerz kann man lindern, wie viel Verzweiflung zerstreuen, an einem Platz, wo wir uns zu Hause fühlen“, sagte Franziskus. „Heißt die Hungrigen willkommen, die Durstigen, den Fremden, den Nackten, die Kranken, den Gefangenen, den Aussätzigen, den Gelähmten.“

Der Altar war aus 40 000 Maiskolben, 200 000 Kokosnüssen, 1000 Kürbissen und ungezählten getrockneten Bohnen gestaltet. Er zeigte das Siegel des Jesuitenordens, dem auch der Papst angehört, seinen Namensgeber Franziskus von Assisi und Ignatius von Loyola, den Gründer der Jesuiten.

Am Morgen war der Papst in das Armenviertel in Bañado Norte Asunción gekommen, in dem rund 15 000 Familien unter prekärsten Umständen leben. Er habe Paraguay nicht verlassen können, ohne ihr Land zu besuchen, sagte Franziskus. Er nahm Bezug auf die Forderungen der Bewohner, die eine Übereignung ihres Wohnlandes von der Regierung fordern. Bisher besetzen sie es illegal und habe ihre Häuser aus Sperrholz und Wellblech errichtet.

Viele Anwohner schrien, versuchten den Papst zu berühren oder Fotos mit ihm zu schießen. „Nun kann ich in Frieden sterben“, sagte die 82-jährige Francisca de Chamorra, die seit mehr als 60 Jahren in dem Slum lebt. „Es ist ein Wunder dass der Papst an diesen schmutzigen Ort gekommen ist.“

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Sicherheitspanne verkürzt das Programm

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