Paramilitärischen Grenzschützer
Gericht in Bangladesch bestätigt Todesurteile für 139 Meuterer

Im Februar 2009 starben bei einem paramilitärischen Aufstand in Bangladesch 74 Menschen. Nun verurteilt ein Gericht 139 beteiligte Grenzschützer zum Tode. Menschenrechtsorganisationen kritisieren das Verfahren.
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Dhaka Ein Gericht in Bangladesch hat die Todesurteile für 139 an einer Meuterei beteiligte Grenzschützer bestätigt. Die Richter bestätigten zudem lebenslange Haftstrafen für 146 weitere verurteilte Grenztruppen. Dies teilte Generalstaatsanwalt Mahbubey Alam am Montag mit.

Im Februar 2009 waren bei dem zweitägigen Aufstand im Hauptquartier der paramilitärischen Bangladesh Rifles (BDR) in Pilkhana, insgesamt 74 Menschen getötet worden, darunter 57 Offiziere. Als Grund für die Revolte hatten die Grenzschützer unter anderem schlechte Bezahlung und andere Benachteiligungen gegenüber den regulären Streitkräften angegeben. Die Grenztruppe wurde danach in die Border Guards Bangladesh umbenannt.

Die Grenzschützer waren 2013 verurteilt worden. Menschenrechtsorganisation und die UN hatten damals das Verfahren scharf kritisiert. Es hatte etwa Berichte über durch Folter erpresste Geständnisse gegeben. Auch die Bundesregierung hatte damals Bangladesch aufgefordert, die Todesurteile in Haftstrafen umzuwandeln.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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