Party-Besuch
Berlusconi soll für Gesellschaft bezahlt haben

Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi soll eine Frau für einen Party-Besuch bezahlt haben. In einem Interview der Zeitung "Corriere de Sera" sagte Patrizia D'Addario, für ihre Anreise aus Bari und den Besuch der Party in Berlusconis römischen Residenz habe sie 1 000 Euro bekommen.

HB ROM. Berlusconi wies die Angaben am Mittwoch als "Müll und Lügen" zurück. D'Addario sagte der Zeitung, bei der Party seien ihr und 20 anderen jungen Frauen ein Video von Berlusconis Treffen mit dem früheren US-Präsidenten George W. Bush und Fotos seiner Villen gezeigt worden. Berlusconi habe für sie gesungen und Witze erzählt. Sie könne das beweisen, weil sie das mit einem Aufnahmegerät aufgenommen habe.

Man habe ihr auch angeboten, bei den Kommunalwahlen für eine Partei von Berlusconis Freiheitsbündnis anzutreten, sagte sie weiter. Berlusconi erklärte dazu, er werde sich "von diesen Aggressionen" nicht abschrecken lassen und "weiter für das Wohl des Landes arbeiten". Sein Anwalt Niccolo Ghedini sagte, der Zeitungsbericht sei jenseits "aller faktischen oder logischen Verbindung". D'Addario sei eindeutig verärgert, weil sie bei der Kommunalwahl Anfang des Monats in der ersten Runde gescheitert sei.

Berlusconi ist in der Defensive, seit seine Frau seine Vorliebe, gutaussehende junge Frauen für die Europawahl aufzustellen, öffentlich zu einem Scheidungsgrund gemacht hat. Auch der Besuch der Geburtstagsparty des 18-jährigen Models Noemi Letizia in Neapel machte sie öffentlich. Berlusconi hat erklärt, es gebe nichts Anstößiges an der Beziehung.

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