Passagiere frei: Flugzeugentführung auf Kanaren beendet

Passagiere frei
Flugzeugentführung auf Kanaren beendet

Die Entführung eines mauretanischen Passagierflugzeugs ist am Donnerstagabend auf der Kanareninsel Gran Canaria beendet worden.

HB LAS PALMAS. Der Luftpirat, offenbar ein Einzeltäter, sei dort von der Polizei festgenommen worden, sagte Jose Segura, ein Vertreter der Regierung auf den Kanaren, dem Rundfunksender RNE. „Glücklicherweise ist die Entführung glimpflich ausgegangen“, sagte er. Der Entführer habe sich ergeben.

Nach Angaben des Rettungsdienstes wurden mehrere Personen bei der Entführung durch Schüsse verletzt. Offiziell wurde dies zunächst nicht bestätigt.

Die Maschine vom Typ Boeing 737 war am Donnerstag in Mauretanien auf einem Inlandsflug entführt worden und hatte nach offiziellen mauretanischen Angaben in der Westsahara einen Tankstopp eingelegt. Der oder die Entführer hätten sie zunächst nach Frankreich umleiten wollen. Später flog die Boeing 737 auf die Kanarischen Inseln weiter. An Bord sollen sich 71 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder befunden haben.

Den Angaben zufolge kam die Maschine aus der mauretanischen Hauptstadt Nouakchott und sollte nach Nouadhibou im Norden des westafrikanischen Landes fliegen. Sie wurde jedoch auf die Kanaren umdirigiert, wo sie auf dem Militärflughafen von Gran Canaria landete. Dort wurde sie sofort von der paramilitärischen Guardia Civil umstellt. Air Mauritania erklärte, der Luftpirat habe nach Frankreich fliegen wollen. Dafür hätte der Treibstoff jedoch nicht ausgereicht.

Laut der spanischen Nachrichtenagentur Efe handelte es sich bei dem Entführer um einen Marokkaner. Die marokkanische Nachrichtenagentur MAP meldete, der Mann habe eine Landung in Marokko angestrebt, was die dortigen Behörden jedoch verweigert hätten. Das Motiv der Entführung war zunächst unklar.

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