Passagiermaschine am Boden zerschellt
160 Tote bei Absturz in Venezuela

In Venezuela ist am Dienstag eine kolumbianische Passagiermaschine abgestürzt. Alle 160 Insassen kamen ums Leben. Soldaten suchen in den Trümmern nach den Opfern. Es war das zweite schwere Flugzeugunglück innerhalb von 48 Stunden.

HB BUENOS AIRES/CARACAS. Anders als bei dem mysteriösen Absturz bei Athen mit 121 Opfern waren die Gründe des Unglücks in Venezuela jedoch relativ klar. Der Pilot berichtete in einem Notruf am frühen Morgen von Problemen mit den beiden Triebwerken der McDonnell Douglas MD-82 und bat noch um die Genehmigung für eine Notlandung. Dann brach der Funkkontakt zu der Maschine mit der Kennung HK-4374 jedoch ab.

Anwohner der Absturzstelle im Nordwesten des Landes berichteten, die Maschine habe noch mehrere Schleifen über dem bewaldeten Gebiet geflogen. Kurz darauf habe es eine gewaltige Explosion gegeben. Zum Zeitpunkt des Unglücks sei ein Unwetter mit starkem Regen und heftigen Winden über die Region hinweggezogen.

Das Flugzeug der regionalen Fluggesellschaft West Caribbean Airways war in Panama mit 152 Urlaubern aus der zu Frankreich gehörenden Antilleninsel Martinique gestartet. Sie wollten nach einem Urlaub zurück in die Heimat. Die acht Besatzungsmitglieder kamen aus Kolumbien. Etwa eine Stunde nach dem Start begannen die Probleme mit den Triebwerken. Die meisten der Passagiere wurden im Schlaf überrascht, als das Flugzeug in den Sturzflug überging. Nach Angaben der Flugsicherung in Venezuela fiel der vollbesetzte Jet wie ein Stein vom Himmel.

Von der Maschine wurden nur rauchende Trümmer gefunden. Nach Berichten venezolanischer Journalisten war die Heckflosse das einzige größere Trümmerteil. Der Rest der Maschine war auf einer Fläche von etwa einem Kilometer Durchmesser verteilt. Die Identifikation der Opfer sei äußerst schwierig, hieß es. Auch die Flugschreiber seien noch nicht gefunden worden.

Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac reagierte „mit großer Bestürzung“ auf den „schrecklichen Flugzeugabsturz“. Dabei sei „eine große Zahl von Franzosen ums Leben gekommen“, sagte Chirac nach Angaben des Präsidialamtes in Paris. Im französischen Außenministerium wurde ein Krisenstab eingerichtet, um Angehörige zu informieren.

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