Pazifik
Tote und Verletzte bei Erdbeben in Russland

Bei einem Erdbeben der Stärke 6,4 im Osten Russlands sind zwei Menschen ums Leben gekommen, mehrere wurden verletzt. Für Japan könnte das Beben weitere Folgen haben.

HB MOSKAU. Das Beben ereignete sich auf der Pazifik-Insel Sachalin in der Stadt Newelsk, wie die Agentur Interfax meldete. Die Erschütterung am frühen Nachmittag (Ortszeit) habe zahlreiche Häuser zerstört, sagte der Gouverneur des Gebiets, Iwan Malachow.

Die Situation sei unter Kontrolle. Die meisten der 24 500 Einwohner der Stadt im Süden der Insel hätten ihre Häuser verlassen, um sich in Sicherheit zu bringen. Auf der Insel befinden sich wichtige Erdöl- und Erdgasvorkommen Russlands.

Die Behörden in Newelsk richteten ein Zeltlager mit Notunterkünften ein, da für die Nacht Nachbeben erwartet wurden. Über die genaue Zahl der Opfer gab es zunächst keine Angaben. In der Stadt Newelsk fiel der Strom aus.

Die Pazifikinsel Sachalin liegt nördlich von Japan. Japanische Behörden lösten nach dem Beben eine Tsunami-Warnung aus. An der Nordküste Japans wurde eine 30 Zentimeter hohe Welle gemessen, meldete Japans Meteorologische Agentur.

1995 waren bei einem Erdbeben auf der Insel im Ochotskischen Meer nahe Japan 2000 Menschen ums Leben gekommen. In der Region kommt es immer wieder zu Erdbeben. Meist sind die Schäden wegen der dünnen Besiedelung gering.

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