Peinlicher Einbruch bei Berliner Polizei
„Das Ding haben wir voll verschlafen.“

Besonders ängstlich können diese Einbrecher nicht gewesen sein: Als Ziel suchten sie sich ausgerechnet die Zentrale der Polizei in der deutschen Hauptstadt. Zur Freunde der Verbrecher war aber kein Beamter vor Ort.
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BerlinEinbrecher haben sich in Berlin ausgerechnet das Polizeipräsidium als Tatort ausgesucht. Die Täter brachen am vergangenen Wochenende im Polizeimuseum im Stadtteil Tempelhof Vitrinen und Schaukästen auf. Ihre Beute: Antiquitäten wie Ordensschnallen, Dienstauszeichnungen, Gestapo-Dienstmarken, Kopfbedeckungen sowie das Bundesverdienstkreuz eines früheren Polizeipräsidenten, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Die Zeitung „Die Welt“ hatte zuerst darüber berichtet.

Die Polizeiabteilung für Internetmedien reagierte zerknirscht und mit Humor. „Das Ding haben wir voll verschlafen“, schrieb sie auf Facebook. Wenn es nicht so peinlich wäre, hätte es einige Überschriften zur Auswahl gegeben, schrieb sie weiter - zum Beispiel: „Wehe, wir finden die Dinger auf eBay!“ oder „Wie erklären wir das bitte der Öffentlichkeit?“ Man müsse jetzt erstmal einen Termin beim hauseigenen „Einbruchsberatungsladen (Luftlinie ca. 80m)“ beantragen.

Abschließend hieß es aber: „Die Ernsthaftigkeit dieses Vorfalls ist uns sehr wohl bewusst. Die Sicherheitsvorkehrungen für das Polizeipräsidium und das Museum werden überprüft und neu bewertet.“

Nach Angaben eines Sprechers geschah der Einbruch irgendwann zwischen Freitag nach Dienstschluss und Montagmorgen. Festgestellt wurde er erst am Montag gegen 9.00 Uhr. Nach einem Bericht der „Welt“ sollen die Täter über den Hof gekommen sein - auf der Rückseite des Gebäudes sei ein Gitter herausgesägt worden.

Unklar ist, ob die Polizei den peinlichen Einbruch von sich aus mitgeteilt hätte. Erste kurze Stellungnahmen und Mitteilungen gab es am Dienstag erst nach Erscheinen des Zeitungsberichts.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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