Pemex-Explosion: Opferzahl bei Detonation in Mexiko-Stadt steigt auf 33

Pemex-Explosion
Opferzahl bei Detonation in Mexiko-Stadt steigt auf 33

Die Ursache für die schwere Explosion im Hauptsitz des Öl-Konzerns bleibt weiter unklar. Doch die Zahl der Toten stieg auf 33, während das Rote Kreuz nach weiteren Leichen in den Trümmern suchte.
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Mexiko-StadtDie Explosion in der Zentrale des staatlichen mexikanischen Ölkonzerns Petróleos Mexicanos (Pemex) könnte nach den Worten von Generaldirektor Emilio Lozoya durch einen Unfall verursacht worden sein. „Alle Untersuchungslinien bleiben offen, wir werden keine Möglichkeit ausschließen. Es sieht aber aus, als ob es sich um einen Unfall handelte“, erklärte Lozoya am Freitag dem Fernsehsender Televisa.

Die Anzahl der Todesopfer ist indessen auf 33 Menschen angestiegen, nach Angaben des Innenministers Miguel Ángel Osorio Chong über sein Twitter-Account. Bei der gewaltigen Detonation am Donnerstag im Keller eines Nebengebäudes des 214 Meter hohen Baukomplexes sind zudem 121 Menschen verletzt worden.

Hunderte Feuerwehrleute, Polizisten und Soldaten hatten die ganze Nacht hindurch die Trümmer durchsucht. Vor den Krankenhäusern harrten Angehörige der Pemex-Mitarbeiter aus. Mehrere Krankenwagen waren am Freitag weiter vor Ort, für den Fall, dass noch Überlebende gefunden würden.

Ein Sprecher des mexikanischen Roten Kreuzes sagte, das Gebiet werde „Zentimeter für Zentimeter“ abgesucht, um sicher zu sein, dass sich kein Mensch mehr im Gebäude befinde. Es sei eine „gefährliche“ Arbeit. Eine Krankenschwester sagte indes, offenbar sei nun jeder aus dem Gebäude gebracht worden.

Die Polizei gab zudem den Verkehr in eine Richtung auf der vielbefahrenen Straße vor dem Gebäude wieder frei. Der Katastrophenschutzbehörde zufolge sollten die Rettungsarbeiten noch am Freitag abgeschlossen werden. Auf die Produktion von Pemex habe das Unglück keine Auswirkungen, sagte der Konzernchef.

Nach Berichten örtlicher Medien hielten sich zum Zeitpunkt des Unglücks rund 3500 Menschen in dem Gebäude auf. Tausende wurden in Sicherheit gebracht. „Wir hatten zwei Minuten, um das Gebäude zu verlassen“, berichtete Astrid García Treviño, die in einem Anbau arbeitete. „Es war ein ohrenbetäubender Lärm. Der Boden wackelte wie bei einem Erdbeben.“ Ein Pemex-Mitarbeiter sagte, es sei „dramatisch“ gewesen: „Das Gebäude schwankte, und plötzlich gab es Trümmer.

Viele der mehr als 10 000 Angestellten der Pemex-Verwaltung standen zum Zeitpunkt der Explosion kurz vor ihrem Feierabend. „Plötzlich gab es eine große Erschütterung, die erste Etage war voll von Trümmern, das Licht ging aus“, sagte der Angestellte Cristian Obele dem Fernsehsender Milenio. Glasscherben seien in alle Richtungen geflogen, erzählte eine Überlebende unter Tränen.

Präsident Enrique Peña Nieto eilte zum Unglücksort. Der 214 Meter und 54 Etagen hohe Gebäudekomplex wurde evakuiert und die Straßen der Umgebung gesperrt. Die Explosion geschah nicht im Hauptturm, sondern in einem der beiden Nebengebäude, dem Tower B2. Der 1984 eingeweihte Pemex-Tower, das zweithöchste Gebäude in Mexiko-Stadt, gilt als besonders erdbebensicher. Er konnte dem Beben der Stärke 8,2 von 1985 ohne Schäden widerstehen.

Präsident Peña Nieto hatte am Vortag über Twitter energisch die Möglichkeit einer Privatisierung von Pemex im Rahmen einer geplanten Reform der Energiepolitik dementiert. Das staatliche Unternehmen gehört mit 32 Milliarden Dollar Umsatz (2012) zu den größten Erdölkonzernen der Welt.

Im September 2012 waren in einem Pemex-Gaslager im nordmexikanischen Bundesstaat Tamaulipas bei einer Explosion 30 Menschen umgekommen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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