Pendlerzug entgleist
Inzwischen 73 Tote nach Zugunglück in Japan

Die Zahl der Todesopfer des schweren Zugunglücks in Japan ist in der Nacht zum Dienstag auf mindestens 73 angestiegen. 440 Menschen wurden nach offiziellen Angaben verletzt.

HB OSAKA. Ein Vorortzug war nahe der Stadt Osaka entgleist und in ein Mehrfamilienhaus gerast. Ein Waggon hat sich im Parkdeck des Hauses verkeilt. Rettungskräfte versuchten stundenlang, eingeklemmte Menschen zu retten und die Toten zu bergen.

Über die Ursache des Unglücks gab es zunächst keine offiziellen Angaben. Augenzeugen berichteten, der Zug sei an der Stelle wesentlich schneller als üblich gefahren. In dem Zug sollen rund 580 Menschen gewesen sein. Fünf der sieben Waggons sprangen aus den Schienen.

Einige Passagiere berichteten, der Zug habe Verspätung gehabt und sei zuvor an einer Station vorbeigefahren. "Ich schätze, der Zugführer war in Eile, weil der Zug verspätet war. Der Zug fuhr so schnell, wir fuhren in eine Kurve ein und ich habe nicht geglaubt, dass wir es schaffen würden“, sagte ein junger Mann mit blutverschmiertem Gesicht. Dann sei der Zug entgleist.

Das japanische Bahnsystem gilt als sicher. Der letzte große Unfall ereignete sich im März 2000 in der Tokioter U-Bahn, als fünf Menschen starben und 33 verletzt wurden. Bei dem bislang schwersten Zugunglück starben im Jahr 1963 rund 160 Menschen, weil mehrere Züge in der Nähe von Yokohama zusammenstießen.

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