Perry Rhodan
Handel mit der kosmischen Hanse

Vor weit über vierzig Jahren, im Jahre 1961, hat der Moewig-Verlag zwei Autoren mit der Konzeption einer neuen Buchserie beauftragt. Der Verlag hatte die Serie auf 30 bis 50 Hefte angelegt. Der Held der Serie, der Astronaut Perry Rhodan, sollte in der Science-Fiction-Serie neue Welten entdecken, Sterne bereisen und die Erde vor Katastrophen retten.

DÜSSELDORF. Mit den 30 bis 50 Ausgaben hat Moewig deutlich daneben gelegen – im vergangenen August ist der Band 2400 erschienen, und Rhodan ist wohl zu einem der erfolgreichsten Science-Fiction-Helden geworden. Heinrich Glumpler, Spieleautor und selber gerade mal zwei Jahre älter als der Titelheld, hat Rhodan jetzt ein Zwei-Personen-Spiel gewidmet, das im Kosmos-Verlag erschienen ist.

Im Spiel „Perry Rhodan“ sind wir Mitglieder der „kosmischen Hanse“ und sollen Waren durch das All transportieren. Dabei treiben wir Handel und vermehren unseren Vorrat an Megagalax, der allgemein gängigen kosmischen Währung. In unserem Zug haben wir jeweils mehrere Aktionen zu Auswahl: So können wir mit so genannten Planetenaktionen Waren kaufen und verkaufen, wir können unser Raumschiff durch die Galaxie bewegen und Sonderaktionen ausführen.

Allerdings leiden wir unter ständiger Knappheit: Erst einmal fehlt es an Laderaum: Zu Beginn haben wir nur einen Container zur Verfügung, in den wir auch immer nur eine Warenart einladen können. Investieren wir in weitere Ausrüstung, geht uns das Geld aus. Trotzdem ist es sinnvoll: Ein weiterer Container macht uns etwas flexibler, eine Nachschubkarte erlaubt es, unsere Kartenhand schneller wieder aufzufüllen.

Ein Fusionstriebwerk macht unser Raumschiff schneller und eine Orbitalstation erhöht unsere Flexibilität. Schöne Dinge, die alle viel kosten. Und da das Ziel ja der Aufbau eines gigantischen Weltraumvermögens ist, müssen wir gut abwägen, was wir wirklich brauchen und was in den Bereich des Luxus fällt. Das herauszufinden, ist gar nicht so leicht – es braucht schon ein paar Partien, bis wir gekonnt von Planet zu Planet fliegen, Waren gewinnbringend handeln und sogar auch noch Zeit finden, dem Gegner das Leben schwer zu machen.

Dass wir bei diesem eigentlich sehr interessanten Kartenspiel anfangs den Zugang so recht nicht finden, liegt nicht zuletzt an der etwas sperrigen Regel. Manch eine Frage bleibt offen, einiges müssen wir noch einmal nachlesen. Die erste Partie wird unter der Rubrik „Erfahrung“ abgehakt, die zweite Partie geht dann schon viel leichter. Später hat Perry Rhodan die reelle Chance, auch in Spielform zu einem Freund zu werden, der uns gut unterhält – vielleicht nicht die nächsten vierzig Jahre, aber sicher angenehme 40 Minuten.

Perry RhodanKosmos

2 Spieler ab 10 Jahren
ca. 40 Min
ca. 16 Euro

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