Peru
Mehr als 500 Tote bei Beben befürchtet

Die Chancen, 24 Stunden nach dem veheerenden Erdbeben in Peru noch Überlebende zu finden, seien praktisch null, sagte Feuerwehrsprecher Roberto Ognio heute. Er rechnet mit mehr als 500 Toten. Die Stärke des Bebens wurde inzwischen nach oben korrigiert.

HB LIMA. Die Stärke des Bebens wurde vom Geologischen US-Institut (USGS) von 7,9 auf 8,0 korrigiert. Die Regierung in Lima ordnete unterdessen eine dreitägige Staatstrauer bis Samstag an.

Der peruanische Zivilschutz bezifferte die Zahl der geborgenen Leichen am Abend weiter auf „mindestens 437“. Allein im schwer betroffenen Departement Ica, etwa 300 Kilometer südlich von Lima, seien durch die Naturkatastrophe mehr als 80 000 Menschen obdachlos geworden. Nach Medienberichten soll es weit mehr als 1300 Verletzte gegeben haben. Am schwersten wurden die Städte Ica, Pisco und Chincha betroffen.

Allein im schwer betroffenen Departement Ica, etwa 300 Kilometer südlich der Hauptstadt Lima, seien durch die Naturkatastrophe am Mittwochabend mehr als 80 000 Menschen obdachlos geworden. Nach Medienberichten soll es weit mehr als 1300 Verletzte gegeben haben.

Das Beben ereignete sich am Mittwoch kurz nach Einbruch der Dunkelheit zur Hauptverkehrszeit um 18.41 Uhr Ortszeit (1.41 Uhr MESZ). Das Institut für Geophysik in Lima berichtete, es habe am Donnerstag Hunderte von Nachbeben gegeben. Eines davon habe die Stärke 6,0 erreicht. Für das Departement Ica wurde der Notstand ausgerufen. Bundespräsident Horst Köhler schickte ein Beileidstelegramm an seinen Amtskollegen Alan García.

Papst Benedikt XVI. rief in Rom zu schnellen Hilfen für die Betroffenen auf, und die internationale Hilfswelle rollte bereits an: Das Auswärtige Amt stellte 200 000 Euro für Soforthilfemaßnahmen zur Verfügung. Dringender Bedarf bestehe an Decken, Notunterkünften, Sanitätsmaterial und Hygieneartikeln, hieß es in Berlin. Die Europäische Union will im Schnellverfahren „mindestens eine Million Euro“ bereitstellen. Der Chef der EU-Nothilfebehörde ECHO in Ecuador sei auf dem Weg nach Peru, teilte die EU-Kommission in Brüssel mit.

Schnelle Hilfe versprachen auch UN-Agenturen, das Internationale Rote Kreuz sowie viele Länder wie Spanien, die Schweiz oder Brasilien. Allein in der Küstenstadt Pisco, 250 Kilometer südlich von Lima, wurden nach Zivilschutz-Angaben bereits mehr als 250 Leichen gezählt. Medien berichteten von Plünderungen. Die Behörden äußerten die Befürchtung, die Zahl der Opfer könne noch ansteigen. Zu einigen Gegenden sei noch kein Kontakt hergestellt worden.

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