Peruanische Maschine wird bei der Landung von Seitenwinden erfasst
Flugzeugabsturz fordert wieder dutzende Tote

Bei dem schweren Flugzeugunglück in Peru sind am Dienstag nach neuen Angaben mindestens 41 Menschen ums Leben gekommen. Es ist bereits der fünfte schwere Unfall in diesem Monat.

HB LIMA. Von den insgesamt 100 Insassen der Passagiermaschine würden 57 in Krankenhäusern der Region behandelt, teilten die lokalen Behörden mit. Zwei Passagiere seien unverletzt geblieben. Bis zum Einbruch der Dunkelheit wurden nach Angaben des Staatsanwaltes Pablo Arévalo 28 Tote geborgen. An Bord der Maschine sollen sich auch 16 Ausländer befunden haben. Deutsche wurden nicht erwähnt.

Die Boeing 737-200 der staatlichen Fluggesellschaft TANS mit 92 Passagieren und 8 Besatzungsmitgliedern an Bord habe kurz vor einer Zwischenlandung in Pucallpa eine Notlandung auf einer Landstraße versucht und sei in Flammen aufgegangen. Die Stadt liegt knapp 800 Kilometer nordöstlich von Lima, wo das Flugzeug gestartet war. Einer der beiden Flugschreiber sei bereits gefunden worden, hieß es weiter.

Der Pilot der zivilen Tochter-Fluggesellschaft der peruanischen Luftwaffe war nach Angaben von TANS kurz vor der Landung in die gefürchteten Scherwinde geraten, die das Flugzeug seitlich beim Landen erfassen.

Das Unglück in Peru ist bereits der fünfte schwere Unfall der zivilen Luftfahrt seit Beginn des Monats. Insgesamt starben dabei mindestens 335 Menschen. Die Serie begann am 2. August, als ein Airbus A340 der Air France in Toronto über die Piste hinausschoss und in Brand geriet. Wie durch ein Wunder überlebten alle 309 Menschen an Bord. Nur vier Tage später stürzte eine Propellermaschine vom Typ ATR 72 der tunesischen Fluglinie Tuninter vor Sizilien ins Mittelmeer; 13 Menschen starben und drei gelten als vermisst. Am 16. August starben alle 121 Menschen an Bord einer Maschine der zyprischen Fluggesellschaft Helios, die in Griechenland unter mysteriösen Umständen abstürzte. Erst vor einer Woche zerschellte ein Flugzeug der kolumbianischen Regionalfluglinie West Caribbean Airways in Venezuela; alle 160 Menschen an Bord starben.

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