Aus aller Welt
Peter Boenisch ist tot

Peter Boenisch, früherer Regierungssprecher und Chefredakteur der „Bild“-Zeitung“, ist tot. Er starb laut Sprecherin der Axel Springer AG im Alter von 78 Jahren am Tegernsee.

HB HAMBURG. Boenisch wurde am 4. Mai 1927 in Berlin geboren. Nur kurz studierte er Slawistik und Jura und begann als Lokal- und Sportreporter seine journalistische Laufbahn bei der „Allgemeinen Zeitung“ in Berlin. 1949 wurde er Chefredakteur der „Schleswig- Holsteinischen Tagespost“.

1956 gehörte Boenisch zu den Mitbegründern des Teenagermagazins „Bravo“. Nach seinem Wechsel zu „Bild“ trieb Boenisch als Chefredakteur von 1961 bis 1971 die Auflage über die Fünf-Millionen- Marke. Nach einer Station bei der „Welt“ wurde er 1983 für zwei Jahre Regierungssprecher unter Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU).

Anschließend war er kurze Zeit in leitender Position für den Burda Verlag tätig. Danach arbeitete er als freier Publizist, vor allem als Kolumnist für „Bild“. Von 1999 bis 2001 war Peter Boenisch Mitglied des Aufsichtsrats der Axel Springer AG.

Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG, sagte: „Mit Peter Boenisch verlieren wir einen großen Journalisten. Wir verlieren einen brillanten Kolumnisten, wir verlieren einen unermüdlichen Förderer der deutsch-russischen Annäherung. Vor allem verlieren wir einen außergewöhnlichen Menschen und Freund unseres Verlages und seiner Mitarbeiter.“

Boenisch hinterlässt zwei Töchter aus dritter Ehe. Seine Frau Julia starb am 7. Mai vergangenen Jahres im Alter von 42 Jahren.

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