Pilot verurteilt
Bewährungsstrafe wegen Söldener Seilbahnunglück verhängt

Das Innsbrucker Landgericht hat nach Informationen einer Nachrichtenagentur einen Piloten wegen des schweren Seilbahn-Unglücks im österreichischen Sölden zu 15 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Der Tiroler hatte einen Hubschrauber geflogen, von dem sich im September vergangenen Jahres ein rund 700 Kilo schwerer Behälter löste und auf die Seilbahn stürzte. Bei dem Unglück starben neun Touristen aus Bayern und Baden-Württemberg, unter ihnen sechs Kinder.

Der Richter sah am Donnerstag den Vorwurf der fahrlässigen Gemeingefährdung als erwiesen an, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA meldete. Der Pilot habe zwei Schutzvorschriften verletzt, hieß es demnach in der Urteilsbegründung. Vom Anklagepunkt der fahrlässigen Körperverletzung unter besonders gefährlichen Verhältnissen sei der 36-Jährige jedoch freigesprochen worden.

Das Urteil ist APA zufolge noch nicht rechtskräftig, weil sich der Angeklagte Bedenkzeit erbeten habe. Der Pilot hatte seine Unschuld betont. In der von ihm gewählten Flugroute über die Seilbahn habe er kein Problem gesehen, sagte er APA zufolge.

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