Piraten vor Somalia
Offenbar weiteres US-Schiff gekapert

Die Piraten vor der somalischen Küste sind weiterhin aktiv: Vier Tage nach dem gescheiterten Überfall auf das US-Containerschiff „Maersk Alabama“ haben somalische Piraten am Samstag Berichten zufolge im Golf von Aden einen amerikanischen Schlepper gekapert, der unter italienischer Flagge fährt. Unterdessen dauern die Bemühungen um eine Beendigung des Geiseldramas an.

HB NAIROBI. Wie der britische Sender BBC unter Berufung auf Schifffahrtskreise weiter berichtete, blieben die 16 Besatzungsmitglieder bei dem Überfall unverletzt. Der Schlepper sei mit zwei Schiffen im Schlepptau unterwegs gewesen, hieß es. Eine offizielle Bestätigung des Piratenangriffs gab es zunächst nicht. Auch zur Nationalität der Besatzung gab es keine Angaben.

Die Bemühungen um eine Freilassung des 53-jährigen Kapitäns Richard Phillips, den vier Piraten nach der missglückten Kaperung der „Maersk Alabama“ auf einem Rettungsboot als Geisel halten, dauern unterdessen an. Phillips hat bereits einen Fluchtversuch unternommen, konnte aber von den Piraten wieder ins Boot zurückgezogen werden. Zwei US-Kriegsschiffe haben in unmittelbarer Nähe des Rettungsbootes Stellung bezogen, ein drittes wurde noch am Osterwochenende erwartet. Doch auch mehrere Piratenschiffe sollen unterwegs sein, um den vier Seeräubern zu Hilfe zu eilen. An den Verhandlungen um die Freilassung des Kapitäns nehmen auch FBI-Experten teil. Die Piraten warnten vor dem Versuch einer gewaltsamen Befreiung.

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