Piraterie
Somalia: Piraten entern chinesischen Frachter

Die Piraten vor der Küste Somalias haben wieder zugeschlagen: Diesmal ist ein Frachter mit 25 Besatzungsmitgliedern in ihre Gewalt geraten.
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HB NAIROBI. Von der Aktion berichtete ein Sprecher der europäische Antipiratenmission „Atalanta“ am Montag mit. Das Schiff „De Xin Hai“ wurde demnach rund 1 100 Kilometer vor der somalischen Küste aufgebracht. Kriegsschiffe aus mehreren EU-Staaten, darunter auch Deutschland, patrouillieren im Golf von Aden und im Indischen Ozean, um die kommerzielle Schifffahrt vor Piratenangriffen zu schützen.

Laut „Atalanta“-Sprecher John Harbour wurden an Bord des Frachters mindestens zwei Piraten gesichtet. Zudem hatte der Frachter zwei kleine Boote, die die Seeräuber üblicherweise für ihre Angriffe nutzen, im Schlepptau.

Derzeit haben somalische Piraten 146 Menschen in ihrer Gewalt. Die Entführungen enden für gewöhnlich mit einer Lösegeldzahlung. Die Verhandlungen können sich jedoch monatelang hinziehen. Die Küste Somalias ist mehr als 3 000 Kilometer lang. Da es in dem Land am Horn von Afrika seit fast 20 Jahren keine funktionierende Regierung mehr gibt, können die Piraten ihre Angriffe ungestört planen und durchführen.

Erst am Samstag teilte „Atalanta“ mit, dass ein ein unter der Flagge Singapurs fahrendes Containerschiff im Indischen Ozean gekapert worden sei. Die „Kota Wajar“ wurde demnach am Donnerstag etwa 480 Kilometer nördlich der Seychellen entführt. Über Zahl und Nationalität der Besatzungsmitglieder waren zunächst keine Angaben gemacht worden.

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