Pistorius-Prozess: Zeugen der Anklage weiter im Mittelpunkt

Pistorius-Prozess
Zeugen der Anklage weiter im Mittelpunkt

106 Zeugen sollen für die Anklage die Ereignisse der Nacht schildern, als Oscar Pistorius seine Freundin Reeve Steenkamp erschoss. Nach einem intensiven ersten Prozesstag geht es am Dienstag weiter.
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PretoriaDie Vernehmung von Zeugen der Anklage steht am Dienstag im Mittelpunkt des Mordprozesses gegen den Paralympics-Star Oscar Pistorius. Die Verteidigung des Südafrikaners hatte bereits am Vortag bei Prozessbeginn in Pretoria in einem über zweistündigen Kreuzverhör die erste Zeugin der Anklage vernommen.

Da noch 106 weitere Zeugen - allein der Anklagebehörde - gehört werden sollen, gehen Experten davon aus, dass dieser spektakuläre Prozess weit länger als die vom Gericht angestrebten drei Wochen dauern wird.

Pistorius hatte sich zum Prozessauftakt am Montag als „unschuldig“ im Sinne der Anklage erklärt. Der behinderte Athlet hatte in der Nacht zum 14. Februar 2013 seine Freundin Reeva Steenkamp in seiner Wohnung durch eine verschlossene Badezimmertür erschossen.

Der 27-Jährige sagt, er habe einen Einbrecher in der Wohnung vermutet und deshalb gefeuert. Der Staatsanwalt wirft ihm dagegen gezielten Mord an dem damals 29-jährigen Model vor.

Am ersten Prozesstag hatte die Zeugin Michelle Burger über Schreie einer Frau im Hause Pistorius in der Tatnacht berichtet. Dies widerspricht der Darstellung des Angeklagten, wonach es bis zu den Schüssen ein harmonischer Abend ohne jeden Streit gewesen sein soll.

Der spektakulärste Strafprozess in der südafrikanischen Geschichte wird von einem ungeheuren Medienrummel begleitet. Erstmals wird hier ein Mordprozess in großen Teilen live vom Fernsehen übertragen. Etwa 300 Journalisten aus aller Welt berichten über den Fall des gefallenen Helden.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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