Pleiten, Pech und Pannen
Der Mann im Geldautomaten

Da hebt man Geld ab und wartet auf den Kreditkartenbeleg, und dann das: Ein Zettel kommt aus dem Schlitz des Geldautomaten mit dem großen Wort „Hilfe!“
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San FranciscoEin Foto eines Zettels mit einer gekritzelten Botschaft macht derzeit in den sozialen Netzwerken der USA die Runde. „Hilfe. Ich bin hier drinnen gefangen und habe mein Telefon nicht dabei. Bitte rufen Sie meinen Chef an unter 210 …….“

Wem so etwas passiert, wenn er einfach nur Geld aus dem Bankautomaten ziehen will, dem kommt als erster Gedanke natürlich „versteckte Kamera“ - oder „Prank“, wie man in den USA sagt - aber dem war nicht so. Ein Mechaniker in Texas sollte die defekte Zugangstüre zum Raum hinter den Geldautomaten reparieren und die Reparatur gelang auch.

Einziger Fehler: Der Mann war noch drinnen und konnte die Tür von innen nicht mehr öffnen, wohl aus Sicherheitsgründen. Es befanden sich leider auch keine Mitarbeiter mehr in der Filiale, die seine Hilferufe gehört hätten, denn die war bereits geschlossen. Das Smartphone des Mechanikers lag außerdem in seinem Wagen – unerreichbar für ihn.

Also musste er warten, bis der nächste Kunde kam. Und er schob die kleinen Hilfsbotschaften durch den Schlitz für die Kontoauszüge nach draußen. Der Kunde, der außerhalb der Öffnungszeiten noch schnell Geld abheben wollte, bekam zuerst einen Riesenschreck. Und dann kam ihm das natürlich sofort verdächtig vor. Ein Mann im Geldautomaten - wenn die Filiale bereits geschlossen hat? Vielleicht sollte man doch auch die Polizei rufen. Die kam - und befreite den Mann aus seiner misslichen Lage.
Richard Olden von der Polizei in Corpus Christi, Texas, sagte später dem lokalen Sender WTOC: „Das siehst du nur einmal im Leben. Ein Mann im ATM. Das ist nur verrückt.“ Auf jeden Fall kann die Bank es als innovative Art der persönlichen Kundenbetreuung verkaufen.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
Handelsblatt / Korrespondent

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