Politische Vorwürfe
Bis zu 80 Tote bei Flugzeugunglück im Iran

Ein Flugzeugunglück im Nordosten des Irans hat am Freitag nach einem Bericht des staatlichen Fernsehens bis zu 80 Menschen das Leben gekostet. Weitere 60 Insassen überlebten den Unfall, hieß es weiter.

HB TEHERAN. Das Unglück ereignete sich demnach in der Nähe des Flughafen Maschad. Die Maschine habe Feuer gefangen, nachdem sie bei der Landung von der Rollbahn geschlittert sei. Zunächst war von einem geplatzten Reifen die Rede gewesen. An Bord des Flugzeugs vom russischen Typ TU-154 befanden sich den Angaben zufolge 147 Passagiere.

Das Unglück ereignete sich in Maschhad rund 1 000 Kilometer nordöstlich von Teheran. Dort befindet sich ein vielbesuchtes schiitisches Heiligtum. Die Maschine der Iran Airtour war in Bandar Abbas im Süden des Landes gestartet.

Unter den Toten seien keine Besatzungsmitglieder, 50 bis 60 Passagiere hätten gerettet werden können, hieß es weiter. Die Zahl der Toten gab der Sender mit 70 bis 80 an. Fernsehbilder zeigten Rettungskräfte, die Leichen auf Bahren aus dem verkohlten Mittelteil des Rumpfs trugen. Dutzende mit Decken verhüllte Leichen lagen in der Nähe des Flugzeugs. Ein Sprecher der Zivilluftfahrtorganisation sagte, Opferzahl und Unglücksursache seien noch unklar.

Iran hat für Flugzeugunglücke in der Vergangenheit US-Sanktionen verantwortlich gemacht, die den Import von Ersatzteilen erschwerten. Der Kompromissvorschlag der fünf Atommächte im Weltsicherheitsrat und Deutschlands im Atomstreit mit dem Iran enthielt auch das Angebot, den Kauf neuer Flugzeuge und von Ersatzteilen zu ermöglichen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%