Polizei ermittelt: Lidl wird offenbar erneut erpesst

Polizei ermittelt
Lidl wird offenbar erneut erpesst

Der Discounter Lidl ist erneut das Opfer einer Erpressung geworden. Nach Medienberichten hat der Erpresser gedroht, Mundwasser zu vergiften.

HB HEILBRONN/HAMBURG. In mehreren Hamburger Lidl-Filialen sind bereits vergiftete Flaschen des Mundwassers „Odol“ gefunden worden. Dies bestätigte ein Sprecher der Polizei in Heilbronn am Freitag. Er wollte sich aber nicht dazu äußern, ob es sich möglicher Weise um eine Erpressung handele. Auch weitere Angaben machte der Sprecher aus ermittlungstaktischen Gründen nicht.

Das „Hamburger Abendblatt“ berichtete am Freitag, Unbekannte hätten Odol-Flaschen mit Salzsäure vergiftet. „Eine Million Euro oder Eure Kunden werden sich wundern, wenn sie sich den Mund spülen“, zitierte das Blatt sinngemäß aus einem Erpresserschreiben. Der Zeitung zufolge wurden in drei Hamburger Lidl-Filialen Flaschen mit vergiftetem Mundwasser gefunden. Die Regale seien sofort leer geräumt worden, hieß es. Die Salzsäure-Konzentration in den betroffenen Flaschen sei aber eher gering gewesen. Ein Lidl-Sprecher war zunächst nicht zu erreichen.

Erst im November war ein Mann wegen Erpressung der Supermarktkette vom Landgericht Heilbronn zu vier Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der 57-Jährige das Unternehmen mit mehreren E-Mails und Drohbriefen zur Zahlung von 1,2 Millionen Euro zwingen wollte. Zu diesem Zweck war er auch nicht davor zurück geschreckt, Lebensmittel zu manipulieren.

Ende September 2003 hatte das Landgericht in Heilbronn hat zwei Männer wegen Erpressung der Discounter-Kette Lidl zu hohen Haftstrafen verurteilt. Ein 40 Jahre alter Angeklagte wurde wegen versuchter räuberischer Erpressung zu fünf Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Sie hatten gedroht, vergiftete Marmeladengläser in die Regale von Lidl-Filialen zu stellen.

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