Polizei musste eingreifen
Flugzeug-Besetzung friedlich beendet

Nach Eingreifen der Polizei haben rund 60 Exil- Iraner ein von ihnen besetztes Lufthansa-Flugzeug auf dem Brüsseler Flughafen Zaventem verlassen.

HB BRÜSSEL. Sie wurden zu einer Vernehmung auf dem Flughafen vorläufig festgenommen, berichtete der belgische Rundfunk. Die Aktion habe rund 14 Stunden gedauert. Die Exil-Iraner, die eine Monarchie in ihrer Heimat durchsetzen wollen, sollen später wieder freigelassen werden.

Die Deutsche Lufthansa bestätigte das friedliche Ende der in Belgien bisher beispiellosen Aktion. „Die Maschine ist evakuiert“, sagte eine Sprecherin.

Die von den belgischen Behörden geführten Verhandlungen mit den Flugzeugbesetzern waren ergebnislos geblieben. Auch ein Ultimatum hatte sie nicht zum Aufgeben gebracht, berichtete der Rundfunk.

Auf Anweisung von Innenminister Patrick Dewael wurde die Lufthansa-Maschine gegen 3.30 Uhr vom Terminal weg an einem isolierten Standort gezogen. Dann griff die Polizei ein. Die Exil- Iraner verließen gegen 5.30 Uhr das Flugzeug. Die nicht bewaffneten Exil-Iraner hatten von der EU gefordert, die Führung in Teheran nicht mehr zu unterstützen. Dazu wollten sie eine schriftliche Zusicherung.

Das Flugzeug mit 120 Passagieren war am Donnerstagnachmittag aus Frankfurt/Main kommend in Brüssel gelandet. Die Iraner hatten sich am Terminal geweigert, die Maschine zu verlassen. Sie gehörten nach eigenen Angaben der „Gruppe für die Monarchie“ an. Die übrigen Passagiere und die Besatzung konnten die Maschine hingegen problemlos verlassen. Wie die Behörden betonten, handelte sich es weder um eine Flugzeugentführung noch um eine Geiselnahme.

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