Polizei
Rätselraten um zerbröselnde Geldscheine

Noch immer geben die zerbröselnden Geldscheine den Ermittlern Rätsel auf: Bisher gibt es keine Hinweise auf einen möglichen Täter. Auch ist nicht geklärt, ob es sich dabei um eine Manipulation der Scheine oder um eine Panne handelt. Eine mögliche Erklärung haben die Experten aber schon.

HB BERLIN. Die kriminaltechnische Untersuchung habe zwar ergeben, dass Schwefelsäure die Löcher in den Euronoten verursacht habe. Aber wie diese auf die Scheine gelangen konnte, sei immer noch unklar, sagte Polizeisprecher Benedikt Scherlebeck am Freitag. Es gebe nach wie vor „keinerlei Hinweise auf einen möglichen Täter, beziehungsweise dass überhaupt eine Straftat vorliegt.“ Ein Bekenner- oder Erpresserschreiben sei bislang nicht eingegangen.

Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, schloss nicht aus, dass Kriminelle hinter den Vorfällen stecken könnten. Trichet sagte in Frankfurt, manchmal würden Banknoten mit einer Spezialtinte versetzt, um Dieben das Handwerk zu erschweren. Es sei nicht auszuschließen, dass Diebe versucht hätten, die nicht abwaschbare rote Tinte mit einem weiteren chemischen Verfahren aus den Scheinen herauszubekommen. Dabei könne es zu der Veränderung des Papiers gekommen sein.

Zu Spekulationen, dass es sich um einen Erpressungsversuch handele, wollte sich eine Bundesbank-Sprecherin nicht äußern. Der Berliner Polizeisprecher Benedikt Scherlebeck sagte, sollte es sich um eine Straftat handeln, werde man wegen Sachbeschädigung in einem besonders schweren Fall ermitteln.

Als Ursache für das Zerböseln der Scheine vermuten Experten eine defekte Batterie in einem Geldautomaten. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums stammen die fraglichen Banknoten alle aus bestimmten Automaten. Die Maschinen werden nun ausgetauscht, wie Ministeriumssprecher Stefan Kaller in Berlin sagte. Batterien enthalten die auf den Scheinen gefundene Schwefelsäure.

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