Polizei sprengt Wohnungstür
Renitenter Rentner schießt auf sich selbst

Ein 64 Jahre alter Rentner aus Bielefeld hat sich am Montag über Stunden in seiner Altenwohnung verschanzt und beim Sturm der Polizei auf sich selbst geschossen.

HB BIELEFELD. Der Mann sei lebensgefährlich verletzt und noch am Tatort von zwei Notärzten versorgt worden, sagte ein Polizeisprecher. Für den anschließenden Transport in eine Klinik stand ein Rettungshubschrauber bereit. Die Polizei habe die Wohnungstür gesprengt aber nicht von der Schusswaffe Gebrauch gemacht, sagte ein Sprecher.

Der polizeibekannte Mann sollte am Mittag abgeholt werden, weil er 3600 Euro Geldstrafe wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte nicht bezahlt hatte. Alternativ war er zu 120 Tagen Haft verurteilt worden. Als die Polizei bei ihm eintraf, schoss er durch die geschlossene Wohnungstür auf die Beamten.

Nach stundenlangen Versuchen, Verhandlungen mit dem Rentner aufzunehmen, entschloss sich ein Spezialeinsatzkommando der Polizei, in die Wohnung einzudringen. Die Beamten sprengten die Eingangstür. In der Wohnung hätten sie den Mann mit einer Schusswunde im Kopf vorgefunden.

Der frühere Segelfluglehrer war in der Vergangenheit mehrmals wegen erheblichen Widerstands gegen die Staatsgewalt in Erscheinung getreten. 2003 hatte er sich schon einmal in seiner Wohnung verschanzt gehalten, als er Besuch vom Finanzamt erwartet hatte. „Uns sind allein aus der jüngeren Vergangenheit fünf bis sechs Widerstandshandlungen bekannt“, sagte ein Polizeisprecher.

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