Polizei überprüft Fahrzeuge
Autobahnraser war wohl Testfahrer von Daimler Chrysler

Bei der Suche nach dem Karlsruher Autobahnraser hat die Polizei nach ZDF-Informationen zwei Testfahrer von Daimler Chrysler im Visier.

HB/dpa KARLSRUHE. Einer von ihnen soll am 14. Juli auf der Autobahn 5 zwischen Karlsruhe und Bruchsal dicht auf den Wagen einer 21-Jährigen aufgefahren sein, berichtete das ZDF am Freitag in der Sendung „drehscheibe Deutschland“ unter Berufung auf Ermittlerkreise. Die Frau wich nach rechts aus und kam von der Straße ab. Ihr Auto zerschellte an Bäumen. Die Fahrerin und ihre zweijährige Tochter auf dem Rücksitz starben.

Der Sprecher der Karlsruher Staatsanwaltschaft, Peter Zimmermann, sagte dazu: „Zu Einzelheiten möchte ich mich nicht äußern. Es gibt einen Kreis von Verdächtigen, deutlich mehr als zwei.“ Darunter seien auch Mitarbeiter des Autoherstellers Daimler Chrysler. Dass sich zwei Testfahrer, wie vom ZDF berichtet, vor dem Unfall ein Wettrennen geliefert haben könnten, wies Zimmermann zurück: „Dafür gibt es überhaupt keine Anhaltspunkte.“

Dem Bericht zu Folge ist einer der beiden Testwagen an der vorderen Stoßstange beschädigt. Möglicherweise stamme der Schaden von einer Berührung des Kleinwagens der 21-Jährigen. Die Stoßstange werde derzeit beim Landeskriminalamt in Stuttgart untersucht. Die beiden Testfahrer seien vernommen worden und beschuldigten sich gegenseitig, meldete der Fernsehsender.

Nach Angaben von Oberstaatsanwalt Zimmermann hat die Polizei noch nicht alle in Frage kommenden dunklen Mercedes-Fahrzeuge der S- oder E-Klasse mit Böblinger Kennzeichen überprüft. Diese Untersuchungen würden vermutlich erst Mitte kommender Woche abgeschlossen.

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