Polizei verweigert Auskunft zum Fahndungsstand
Untersuchungshaft im Mordfall Anna Lindh verlängert

Für zwei weitere Wochen bleibt der Hauptverdächtige im Fall der ermordeten schwedischen Außenministerin Anna Lindh in Untersuchungshaft. Die zuständige Richterin in Stockholm begründete ihre Anordnung am Donnerstag mit einem „weiter dringenden Tatverdacht“ gegen den 24-Jährigen.

HB STOCKHOLM. Sein Anwalt Peter Althin teilte nach dem Haftprüfungstermin mit, der als psychisch krank geltende Mann weise den Mordvorwurf weiterhin zurück. Die schwedische Außenministerin Lindh war am 10. September in einem Stockholmer Kaufhaus niedergestochen worden und am folgenden Tag gestorben. Spätestens am 24. Oktober muss die Staatsanwaltschaft Anklage erheben oder die Freilassung des Verdächtigen verfügen.

Als ausschlaggebend für die Überführung des Täters gelten Beweismittel wie DNA-Analysen an der Tatwaffe, einem Jagdmesser, sowie an Kleidungsstücken sowohl Lindhs als auch des mutmaßlichen Täters. Fahndungsermittler äußerten anonym in Medien, sie seien sicher, dass das Attentat aufgeklärt sei.

Offiziell verweigert die Polizei seit Wochen jede konkrete Auskunft zum Fahndungsstand. Der Anwalt des Verdächtigen darf sich nach einer Verfügung der Staatsanwaltschaft ebenfalls nicht konkret äußern.

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