Pop
Madonnas Kreuzigung kein Thema für Justiz

Superstar Madonna bekommt wegen der inszenierten Kreuzigung bei ihrem Düsseldorfer Konzert keinen Ärger mit der deutschen Justiz: Die Staatsanwaltschaft ist zu der Erkenntnis gelangt, dass die Sängerin zwar die Gefühle Gläubiger verletzte, dies aber keine Strattat sei.

HB DÜSSELDORF. Madonna hatte trotz massiver Kritik und Boykottaufrufen von Kirchenvertretern auch bei ihrem ersten Deutschlandkonzert am Sonntag in der Düsseldorfer LTU-Arena eine Kreuzigung nachgestellt und den Song „Live To Tell“ mit einer Dornenkrone auf dem Kopf an einem Kreuz hängend gesungen.

Am Montag sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Düsseldorf, Johannes Mocken, man werde nicht wegen Beschimpfung eines religiösen Bekenntnisses gegen die Sängerin ermitteln. Die Verwendung von Symbolen wie Kreuz und Dornenkrone sei zwar vielleicht „für religiöse Menschen verletzend“, eine Straftat sei aber nicht zu erkennen gewesen.

Die Staatsanwaltschaft hatte den Auftritt Mocken zufolge nicht selbst vor Ort verfolgt, sondern Medienberichte über das Konzert mit Videoaufzeichnungen früherer Auftritte verglichen. Dabei habe man in der Inszenierung keine gravierende Form der Herabsetzung, beispielsweise eine Verhöhnung, feststellen können. Die nachgestellte Kreuzigung sei durch die Kunstfreiheit gedeckt, sagte Mocken.

Die Ermittler waren durch Berichte über die vorangegangenen Konzerte auf die Show aufmerksam geworden und hatten daraufhin beschlossen, den Auftritt genau zu beobachten, wie der Sprecher weiter sagte. Den Ermittlern habe außerdem eine Anzeige eines Bürgers aus Neuss vorgelegen. Diesem sei nun bereits mitgeteilt worden, dass die Sache nicht weiter verfolgt werde.

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