Pop-Star stellt sich der Polizei
Michael Jackson gegen Kaution auf freiem Fuß

Nachdem Michael Jackson drei Millionen Dollar hinterlegt hatte, durfte er das Polizeigebäude in Santa Barbara wieder verlassen. Zuvor hatte sich der Pop-Star der Polizei gestellt.

HB SANTA BARBARA. Jackson kehrte nach Las Vegas zurück, wo er sich vor seiner Verhaftung aufgehalten hatte. Jackson müsse am 9. Januar zur Anklageverlesung vor Gericht erscheinen, sagte ein Polizeisprecher. Der 45-jährige Sänger steht unter dem Verdacht, Kinder sexuell belästigt zu haben und könnte im Fall einer Verurteilung dafür mit Haftstrafen von drei bis acht Jahren belangt werden. Jackson, Vater von drei kleinen Kindern, hat die Vorwürfe als verleumderisch und falsch zurückweisen lassen. Er hatte sich zuvor unter einem riesigen Medieninteresse der Polizei gestellt. Jackson verließ die Polizeiwache mit optimistischen Handzeichen für Frieden und dem hochgereckten Daumen für den guten Verlauf einer Sache. Den wartenden Journalisten warf er einen Handkuss zu, bevor er in einen Sportwagen stieg.

Jackson habe seinen Pass hinterlegt, könne aber den Zuständigkeitsbereich der Polizei von Santa Barbara verlassen, sagte der Polizeisprecher weiter. Die Beamten hatten den Pop-Star den üblichen erkennungsdienstlichen Maßnahmen unterzogen, seine Fingerabdrücke abgenommen und ihn fotografiert. Das Verbrecherfoto wurde auf einer Polizisten-Website veröffentlicht und zeigt ihn mit Lippenstift und Lidstrich. Seine Wangen wirken eingefallen und sein Blick angespannt. Ein Auge des Pop-Stars wird von einer Strähne seines langen Haares verdeckt. Das Foto zirkulierte sofort im Internet.

Jacksons Anwalt Mark Geragos sagte den vor der Polizeistation wartenden Journalisten, der Pop-Star habe sich der Polizei gestellt, um die vollkommen unwahren Vorwürfe zu widerlegen. „Er freut sich darauf, vor Gericht ... den Vorwürfen frontal entgegenzutreten“, sagte der Prominenten-Anwalt. Dafür ziehe Jackson den Gerichtssaal jedem anderen Forum vor.

Hintergrund der Verhaftung sind die angeblich von einem zwölfjährigen Jungen stammenden Vorwürfe, Jackson habe ihn während seines Aufenthalts auf dessen nach Motiven der Märchenfigur Peter Pan gestalteten Ranch „Neverland“ sexuell missbraucht. Der Junge soll darüber einem Psychotherapeuten berichtet haben. Bereits vor zehn Jahren hatte ein Junge ähnliche Vorwürfe gegen Jackson erhoben. Der Pop-Star hatte diesen Fall jedoch außergerichtlich mit einer Millionen-Zahlung geregelt.

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