Portobello Market
Reges Markttreiben

Für Touristen ist es ein Muss - der Besuch der Portobello Road in London. Hübsche kleine Marktstände und Geschäfte laden in dem ganzen Viertel zum Bummeln ein. Die gesamte Gegend ist optisch sehr ansprechend - ein gefundenes Fressen für den Spielegrafiker Michael Menzel, der beim Spiel "Portobello Market" in Details schwelgen durfte.

DÜSSELDORF. Wer London als Tourist besucht, sollte nicht versäumen, einen Ausflug in die Portobello Road im Stadtteil Notting Hill einzuplanen. Die Portobello Road ist eine der bekanntesten Attraktionen in London und besonders wegen ihrer Second-Hand-Shops und Antiquitätengeschäfte, aber auch wegen der dort angesiedelten Marktstände berühmt. Mit dem Spiel „Portobello Market“ hat die Straße nun auch Einzug in die Spielewelt gefunden.

Schauplatz des Spiels Portobello Market ist allerdings nicht nur die Portobello Road – der gesamte Distrikt wird nun Ziel unserer Bemühungen, besonders wertvolle Marktstände aufzubauen. Als Händler versuchen wir, auf dem berühmten Markt mehrere lukrative Stände zu eröffnen. Der Weg dahin ist eigentlich einfach, wir haben in unserem Zug jeweils die Wahl, Marktstände zu eröffnen oder Kunden zu platzieren.

Doch so simpel, wie es auf den ersten Blick scheint, ist es am Ende aber doch nicht. Stände dürfen wir nämlich nur eröffnen, wenn ein Bobby in der Nähe ist. Auch haben die Stände je nach Standort sehr unterschiedliche Wertigkeiten. Die Wahl des richtigen Standes ist also für die spätere Punktzahl von großer Bedeutung. Da lohnt es schon, den Bobby gegen ein entsprechendes Entgelt zu einer anderen Straße zu bewegen. Stände gewinnen außerdem an Wert, wenn sie zahlungskräftige Kunden anlocken. Während Gesellen kaum Geld ausgeben, bringen Bürger gute Einnahmen.

Vor seinem Zug entscheidet ein Spieler, ob er zwei, drei oder vier Aktionen ausführt. Die Wahl sollte gut überlegt sein, denn die jeweilige Option steht erst einige Runden später wieder zur Verfügung. Insofern ist es von entscheidender Bedeutung, den besten Moment abzupassen, um beispielsweise mit vier Aktionen in Folge gleich mehrere lukrative Stände zu besetzen. Zu lange sollten wir auch nicht warten, denn das Spiel endet, wenn ein Spieler seinen letzten Marktstand gesetzt hat. Dann zeigt sich schon, wer der beste Händler von Notting Hill ist.

Spiele wirken gewöhnlich als Gesamtkunstwerk. Ein wunderbares Spiel kann durch eine schlechte Grafik völlig zerstört werden. Ebenso macht eine hervorragende Grafik auch noch ein mittelmäßiges Spiel zu einem wenigstens optischen Vergnügen. Bei „Portobello Market“ trifft es sich doppelt gut: Die wunderschöne Grafik von Michael Menzel unterstützt perfekt den attraktiven Mechanismus von Thomas Odenhoven. Und obwohl das Spiel durchaus Tiefgang mit vielen interessanten Optionen bietet, wirkt es auch gerade durch die ansprechende Grafik überhaupt nicht kompliziert und qualifiziert sich so als ideales Familienspiel.

Portobello Market
Schmidt Spiele
2 - 4 Spieler ab 8 Jahren
ca. 40 Min
ca. 25 Euro

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