Potsdam
Erste Festnahmen nach versuchtem Mord an Deutsch-Äthiopier

Vier Tage nach dem Überfall auf einen Deutsch-Äthiopier in Potsdam hat die Polizei zwei Tatverdächtige festgenommen. Er werde derzeit vernommen, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Der 37-Jährige war bei dem Überfall lebensgefährlich verletzt worden.

HB BERLIN/POTSDAM/KARLSRUHE. Bei den nunmehr insgesamt zwei wegen des Verdachts des versuchten Mordes Festgenommenen handelt es sich um deutsche Staatsangehörige im Alter von 29 und 30 Jahren. Das teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit. Sie werden verdächtigt, gemeinsam mit einer weiteren Person am Sonntagmorgen das Opfer Ermyas M. nahe einer Straßenbahnhaltestelle angegriffen und brutal zusammengeschlagen zu haben.

Die Täter ließen von ihrem Opfer erst ab, als dieser reglos mit stark blutenden Kopfverletzungen am Boden lag. Der Geschädigte wurde lebensgefährlich verletzt; er schwebt weiterhin in akuter Lebensgefahr. Es liegen erhebliche Verdachtsmomente dafür vor, dass die Täter die Tat aus Ausländerhass und auf der Grundlage einer rechtsextremistischen Gesinnung begangen haben.

Der Generalbundesanwalt (GBA) hatte das Verfahren am 18. April 2006 gemäß § 120 Abs. 2 Nr. 3 Gerichtsverfassungsgesetz in seine Verfolgungszuständigkeit übernommen.

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