Präsident Bush blieb in Washington
New York gedenkt der Opfer vom 11. September

New York gedenkt mit einer Trauerfeier der Opfer der Anschläge auf das World Trade Center. Präsident Bush nahm an einer Schweigeminute im Weißen Haus teil.

HB BERLIN. In New York und zahlreichen anderen Orten haben die Gedenkfeiern für die Terroranschläge vom 11. September 2001 begonnen. Um 08:46 Uhr – dem Zeitpunkt, als das erste Flugzeug in den Turm des World Trade Center raste – legten die Anwesenden eine Schweigeminute ein.

US-Präsident George W. Bush nahm nicht an der Zeremonie am Ground Zero teil, sondern beging den Moment mit seiner Frau Laura, Vize-Präsident Dick Cheney und dessen Gattin im Garten des Weißen Hauses in Washington.

Nach der Gedenkminute lasen in New York Angehörige vor tausenden von Menschen die Namen aller 2749 am Ground Zero Getöteten vor, unterbrochen von Trauermusik und drei weiteren Gedenkminuten zu den Zeitpunkten, zu denen das zweite Flugzeug einschlug und die beiden Türme einstürzten. An der Gedenkfeier nehmen Bürgermeister Michael Bloomberg, sein Vorgänger Rudolph Giuliani, der New Yorker Gouverneur George Pataki und der Gouverneur von New Jersey, Jim McGreevey, teil.

In Anwesenheit von Rettungskräften und Angehörigen der Getöteten wird der Präsident am Nachmittag (Ortszeit) seine wöchentliche Radioansprache aus dem Weißen Haus verlesen.

Sein demokratischer Herausforderer John Kerry nahm an einem Gedenkgottesdienst in seiner Heimatstadt Boston teil. Dort erinnerte er an die Opfer der Anschläge auf New York und Washington – und an die «unzähligen mutigen und hilfreichen Taten», die auf die Anschläge folgten. Kerry sagte, US-Amerikaner würden ihren Kindern und Enkelkindern später davon erzählen können, dass die Liebe für ihr Land «die Dunkelheit derer, die es hassen, überstrahlt» habe.

Vor den Angehörigen derer, die am 11. September 2004 ums Leben kamen, sagte der Präsidentschaftskandidat: «Wir haben es auf dem schmerzlichsten Weg erfahren, dass der amerikanische Geist vieles aushält und überdauert.» Es sei «dieser Geist, der uns hilft, die von uns fernzuhalten, die uns Böses wollen».

An die Hinterbliebenen gewandt sagte Kerry, «dieser Geist» sei es auch, der ihnen helfen werde, ihr Leben weiterzuleben und neu aufzubauen. «Und wir werden auch die beiden Türme wiederaufbauen», kündigte der Demokrat an, «höher, stärker und noch schöner als je zuvor. Genau wie Amerika selbst.»

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