„Preis des beleidigten Zuschauers“
Berüchtigte Negativehrung für gekaufte Fans

„Der Preis des beleidigten Zuschauers“ ist in diesem Jahr für gekaufte Beifallklatscher verliehen worden: Weil das Organisationskomitee des Deutschen Fernsehpreises offenbar Claqueure zur Verleihung im Jahre 2006 engagierte, die „völlig sinnfrei “ schrien und jubelten, erhielt es in diesem Jahr die berüchtigte Negativauszeichnung. Mit Video.

HB ROSTOCK. Der „Preis der beleidigten Zuschauer“ ist in diesem Jahr an das Organisationsbüro des Deutschen Fernsehpreises verliehen worden. Zum 18. Mal prämierten der Kölner Verlag Augustus Hofmann und das „Netzwerk kritischer Fernsehzuschauer“ damit die „herausragende Unverschämtheit eines Fernsehjahres“, wie die Veranstalter am Montag auf einer Preisverleihung in Rostock mitteilten. Rund 138 670 Personen hatten die Preisträger demnach via Internet, Fax, Brief und Wahlzettel aus zwölf Kandidaten ausgewählt.

Das Organisationsbüro des Deutschen Fernsehpreises habe zur Verleihung 2006 in Köln-Ossendorf „zwei Doppeldecker-Busladungen voller 'Claqueure' ankarren lassen“, erklärte der Verlag. „Die völlig sinnfrei schreienden, jubelnden und kreischenden „Fans' am Rande des roten Teppichs waren gekauft.“

Auf Platz zwei wählten die Zuschauer den Musiker Dieter Bohlen, weil er als Jury-Mitglied der Sendung „Deutschland sucht den Superstar“ Menschen mit „Sprüchen ganz weit unterhalb der Gürtellinie“ herabgesetzt, verspottet und lächerlich gemacht habe. Fernsehmoderator Thomas Gottschalk landete auf Platz drei, weil er in seiner Sendung „Wetten, dass...?“ die Bierdosenstapel eines Teilnehmers als „Hartz-IV-Stelzen“ bezeichnet hatte.

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