"Preise bleiben heuer gleich"
Bierpreise auf Oktoberfest erstmals seit 1969 nicht erhöht

Die Konjunkturflaute hinterlässt ihre Spuren auch bei dem traditionellen Volksfest. Die Wirte halten die Preise ausnahmsweise mal konstant. Allerdings: Von Deflation auch hier keine Spur.

rtr MÜNCHEN. Zum ersten Mal seit 34 Jahren werden auf dem diesjährigen Oktoberfest die Bierpreise nicht steigen. Der Preis für die Maß Bier - ein Liter Gerstensaft - werde 2003 in den 14 großen Zelten wie im Vorjahr zwischen 6,50 € und 6,80 € liegen, sagte der Sprecher der Wiesn-Wirte, Toni Roiderer, am Dienstag. „Die Preise werden heuer in den Hauptzelten zum ersten Mal seit 34 Jahren gleich bleiben.“ Grund seien die aktuelle Konjunkturflaute und die Tatsache, dass die Brauereien selbst ihre Preise hätten konstant halten können. „Für uns ist das eine wunderbare Sache, wenn wir die Preise stabil halten können“, resümierte Roiderer.

Die Preissteigerungsrate in Deutschland ist den vergangenen Monaten stetig gefallen, was bei Experten zum Teil Sorgen vor einer Deflationen - also einem stetigen Preisrückgang - ausgelöst hat. Roiderer teilt diese Befürchtung allerdings nicht. „Über Deflation machen wir uns keine Sorgen“, sagte er. „Die Bierpreise werden nicht fallen - das kann ich mir nicht vorstellen.“

Das Oktoberfest - von den Münchnern Wiesn genannt - ist das weltweit größte Volksfest. Im vergangenen Jahr besuchten es rund 5,9 Mill. Menschen, dabei wurden 5,7 Mill. Maß Bier ausgeschenkt.

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