Preisverleihung findet während Frankfurter Buchmesse statt
Esterházy erhält Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

Der ungarische Schriftsteller Péter Esterházy wird in diesem Jahr mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels sagte, Esterházy habe Europa neu in der Mitte der Literatur situiert.

HB FRANKFURT. Der 53-Jährige beklage nicht nur als weithin vernehmbare Stimme die Zerstörung des Menschen durch Terror und Gewalt, sondern gestalte dessen „Wiederauferstehung in Trauer und Ironie“, begründete der Stiftungsrat seine Wahl. Esterházy habe nicht nur seine Heimat Ungarn in der Mitte Europas, sondern Europa in der Mitte der Literatur neu situiert. Die mit 15 000 Euro dotierte Auszeichnung wird während der Frankfurter Buchmesse am 10. Oktober verliehen.

Der in Budapest geborene Esterházy zählt zur postmodernen Generation der ungarischen Literatur. Als sein größtes Werk gilt „Harmonia Caelestis“. In dem im Jahr 2000 erschienenen Buch beschreibt er seine Familiengeschichte. Für die ungewöhnliche Chronik, die in Ungarn monatelang die Bestsellerliste anführte, wurde er mehrfach ausgezeichnet. Esterházy stammt aus einer alten aristokratischen Familie, die 1948 nach der Machtergreifung der Kommunisten enteignet und deportiert wurde.

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