Prince’ Tod
Keine Hinweise auf Gewalteinwirkung

Nach dem Tod von Prince brodelt die Gerüchteküche. Von angeblichem Drogenkonsum oder geheim gehaltenen Gesundheitsproblemen ist die Rede. Die Polizei stellt nun klar: Auf Gewalt oder Selbstmord deute nichts hin.

MinneapolisDer überraschende Tod von Poplegende Prince gibt Ermittlern weiter Rätsel auf. Seine Leiche habe keine Anzeichen auf Gewalteinwirkung oder Selbstmord gegeben, teilte Bezirkssheriff am Freitag (Ortszeit) mit. Der Musiker habe sich offenbar alleine in seinem Anwesen Paisley Park bei Minneapolis aufgehalten, wo er am Vortag regungslos in einem Aufzug gefunden wurde. Am Freitag wurde eine Autopsie vorgenommen, deren Ergebnis wohl erst in einigen Wochen vorliegen dürfte. Nach der Untersuchung wurde Leichnam Princes seiner Familie übergeben.

Der plötzliche Tod des Ausnahmemusikers und Sängers im Alter von 57 Jahren hatte weltweit Bestürzung ausgelöst. Vor zwei Wochen hatte er Konzerte in Atlanta mit Verweis auf eine Grippe abgesagt und dafür am Donnerstag vergangener Woche dort Ersatzauftritte absolviert.

Das Prominenten-Portal TMZ meldete unter Berufung auf ungenannte Quellen, Prince habe weniger als eine Woche vor seinem Tod eine Überdosis des starken Schmermittels Percocet eingenommen und habe daher für eine Behandlung auf dem Rückweg von Atlanta ins heimische Minnesota kurz im Staat Illinois Halt gemacht.

Sheriff Olson wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Ob im Haus des Musikers verschreibungspflichtige Medikamente gefunden worden seien, wollte er auch nichts sagen.

Prince sei zuletzt gesehen worden, als er am Mittwoch gegen 20:00 Uhr in Paisley Park in Chanhassen abgesetzt worden sei, sagte Olson. Am nächsten Morgen hätten ihn dann Mitarbeiter in dem Anwesen bewusstlos vorgefunden, nachdem sie ihn nicht hätten erreichen können. Sanitäter hätten ihn nicht wiederbeleben können. Um 10.07 Uhr Ortszeit sei sein Tod festgestellt worden. Wer den Notruf abgesetzt hat, wollte Olson nicht sagen.

Prince war Anhänger der Zeugen Jehovas und hatte einen anständigen Ruf. Der Popstar hatte 2009 in einem Interview berichtet, als junger Mensch unter epileptischen Anfällen gelitten zu haben. Allerdings war nicht klar, ob er auch als Erwachsener noch Epileptiker war. Im gleichen Jahr versicherte er, keine Drogen zu nehmen.

Sein Cousin Chazz bestätigte, dass Prince Rauschgift und Alkohol als Kind abgeschworen habe. Die Band, mit denen sie damals gespielt hätten, habe viele Musikgrößen abstürzen sehen. „Wir entschieden uns daher, das Zeug nie anzurühren, und keiner tat es.“

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
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